Mit dem Autobianchi A112 bei historischem Flugplatzrennen 

Baunataler bringt in Calden kleinen Italiener mit fast 100 PS an den Start

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Blick unter die Motorhaube: Unter anderem hat Wieddekind in der Werkstatt seines Vaters andere Kolben, eine andere Nockenwelle und einen neuen Vergaser in den A 112 eingebaut.

Baunatal. Der Autobianchi A 112 Abarth hat es Frank Wieddekind angetan. Schon als vor zehn Jahren ein Bekannter das Auto zur Reparatur in die Werkstatt seines Vaters Walter brachte, sagte der Großenritter: „Das Auto kommt mir nicht mehr vom Hof.“

Seither gibt Frank Wieddekind mit dem kleinen schwarzen Italiener Gas. So auch beim historischen Flugplatzrennen vom 24. bis 26. August auf dem alten Flugplatz in Calden.

Wieddekind, der in den 80er-Jahren vorrangig mit Autos der Marken Autobianchi und Fiat im Motorsport erfolgreich war, baute den von dem Bekannten übernommenen Flitzer mit dem Baujahr 1974 zum Rennwagen auf. „Der hat andere Kolben und eine andere Nockenwelle“, sagt der 56-Jährige. Mit einem Hubraum von 1050 Kubikzentimetern leistet die Maschine etwa 90 bis 100 PS. „Das reicht“, sagt der Baunataler knapp und lächelt. Serienmäßig hatte der A 112 früher 70 PS.

Zu seiner aktiven Zeit war Frank Wieddekind in mehreren deutschen Rennserien unterwegs. Unter anderem auch im Lancia-Cup. Dort fuhr man mit dem A 112, weil die Firma Autobianchi damals zu den Marken Fiat und Lancia gehörte. Unter anderem startete Wieddekind bei einem Lauf des Lancia-Cups 1984 auch auf dem Rundkurs in Calden. Dort wurden seit 1971 Rennen gefahren.

Schneller Italiener: Frank Wieddekind aus Großenritte ist mit dem Autobianchi A 112 Abarth beim historischen Flugplatzrennen in Calden zu sehen. Mit dem gleichen Modell startete er in den 80er-Jahren im Lancia Markenpokal.  

„Ich hatte mich in dieses Auto verliebt“, stellt er rückblickend fest. Heute nimmt der Großenritter nicht mehr an echten Rennen teil. Er zeigt den A 112 nur noch bei Oldtimer-Veranstaltungen, so wie jetzt in Calden. „Da treffen sich viele Leute von früher wieder“, sagt er. „Das ist eine schöne Sache.“

Frank Wieddekind hofft sogar, dass irgendwann einmal wieder auf dem kompletten Kurs in Calden gefahren werden kann. Derzeit haben die Organisatoren Heinz Jordan und Dr. Dietrich Krahn nur einen Teil der Strecke auf dem alten Flugplatz zur Verfügung. „Ich denke mal, dass sich das machen lässt“, sagt Wieddekind.

Gleichzeitig loben er und sein Vater Walter, der ebenfalls über Jahrzehnte zur deutschen Rennsportszene gehörte, die Organisatoren der Caldener Veranstaltung. Jordan sei persönlich in Großenritte gewesen und habe sich erkundigt, ob sie bei der Veranstaltung dieses Jahr wieder an den Start gehen. „Das hat uns sehr gefreut.“

Am Freitag, Samstag und Sonntag, 24. bis 26. August, findet das Oldtimerrennen in Kassel-Calden statt. 350 Teilnehmer sind angemeldet. Am Freitag findet bereits von 15.30 bis 19 Uhr ein freies Training statt. Die Läufe am Samstag beginnen ab 8.40 Uhr, am Sonntag 26. August, ab 8.30 Uhr.

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