Nächste Runde Schaub

Baunataler Bürgermeister tritt erneut als SPD-Bezirkschef an

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Sie stehen im Blickpunkt: Manfred Schaub als SPD-Bezirkschef und Martin Schulz als Kanzlerkandidat.

Baunatal. Wunden lecken oder Hoffnung schöpfen? Oder beides? Die Stimmung unter den nordhessischen Genossen bei ihrem Bezirksparteitag am Samstag, 20. Mai, in Baunatal wird maßgeblich vom Abschneiden der SPD bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen abhängen.

Doch Sieg oder Niederlage: Bei dem Treffen in der Stadthalle wird sich die nordhessische SPD in jedem Fall für die Bundestagswahl in vier Monaten warmlaufen.

Anders als Kanzlerkandidat Martin Schulz hat der nordhessische SPD-Chef Manfred Schaub in diesem Jahr sein wichtigstes Wahlziel bereits erreicht. Im Januar wurde der 59-Jährige als Bürgermeister der VW-Stadt Baunatal wiedergewählt. Beim Parteitags-Heimspiel steht nun die zweite Bestätigung für den hemdsärmeligen Obergenossen an: Schaub bewirbt sich um eine weitere Amtszeit als Vorsitzender der aktuell 18 061 Sozialdemokraten zwischen Kassel, Marburg und Fulda. Dabei gibt es eine Parallele zur Bürgermeisterwahl: Auch beim Parteitag hat der gelernte Verwaltungsmann Schaub keinen Gegenkandidaten. Er kämpft also vor allem um ein gutes Wahlergebnis. Vor zwei Jahren wurde der nach wir vor als ministrabel geltende Baunataler mit 91,4 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Auch auf den weiteren Vorstandsposten ist kaum mit Veränderungen zu rechnen. Als Stellvertreter stehen erneut der Landtagsabgeordnete Dr. Thomas Spiess (Marburg) und die Europaabgeordnete Martina Werner aus Niestetal auf der Vorschlagsliste. Schatzmeister der nordhessischen SPD soll wieder der Bundestagsabgeordnete Dr. Edgar Franke (Schwalm-Eder) werden. Als Beisitzer im Vorstand vorgeschlagen werden unter anderem Kassels künftiger Oberbürgermeister Christian Geselle, Marcel Brückmann (Niestetal) für die Jusos und Stefan Reuß, Landrat des Werra-Meißner-Kreises.

Über eine Nachricht können sich die Genossen in Baunatal in jedem Fall freuen – NRW hin oder her: Dank des Schulz-Hypes haben sich in den ersten vier Monaten dieses Jahres 430 Männer und Frauen in Nordhessen für das Parteibuch der SPD entschieden. HINTERGRUND

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