Nur einer bekam mehr Stimmen

Baunataler landete mit seinem Baumhaus beim Wettbewerb fast ganz vorn

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Tillman Berger mit seinem Bauhaus in Baunatal belegt den zweiten Platz beim Wettbewerb „Mein bestes Projekt 2017“ des Handwerkermagazins „Selber machen“. 

Baunatal. Von einem kleinen Schrankmännchen ist Tillman Bergers Baumhaus beim Wettbewerb „Mein bestes Projekt 2017“ geschlagen worden. Die Handwerkerzeitschrift „Selber Machen“ hatte Leser im Internet abstimmen lassen.

Sie stimmten für das Möbelstück von Tobias Meyer und verwiesen das Baumhaus des Baunatalers somit auf den zweiten Platz. Berger hatte das Baumhaus für seine sechs Jahre junge Nichte Melisa gebaut. Es war sein erstes handwerkliches Projekt überhaupt (wir berichteten).

„Das ist natürlich enttäuschend, aber daran kann man leider nichts ändern“, sagt Berger im Gespräch mit unserer Zeitung. Nachdem er bereits unter den ersten 15 Bewerbern gelandet war, hatte er sich gute Chancen ausgerechnet. Dass sein Baumhaus einem kleinen Schränkchen unterliegt, hatte er nicht erwartet. Als Preis für den zweiten Platz bekommt er statt eines Autos nun einen Akku-Werkzeugkoffer. Der Gewinner darf sich über einen neuen Pick-up freuen.

Noch in Arbeit: So sah das Baumhaus von Tillman Berger in Baunatal-Guntershausen während der Bauphase als Rohbau mit halbem Dach aus. 

Der Wettbewerb

„Das Projekt mit den meisten Stimmen gewinnt“, erklärte Berger. Die Leser des Handwerkermagazins konnten bis zum 14. Januar online abstimmen, welches Bauprojekt sie am besten finden. Dabei zählte allein die Meinung der Leser. Kriterien wie Arbeitsaufwand, Schwierigkeitsgrad oder Kosten wurden nicht berücksichtigt. Beim Wettbewerb wurden weit über 200 Projekte eingereicht. 15 davon kamen in die engere Auswahl und wurden vorgestellt. Die Platzierungen sind ab heute auch auf der Homepage des Magazins „Selber Machen“ einsehbar.

Der Gewinner: Beim Wettbewerb "Mein bestes Projekt 2017" gewann Tobias Meyer mit seinem Schrankmann.

Der Bau des Hauses

Berger investierte rund 800 Arbeitsstunden in das Haus. Es wird von Edelstahlbolzen gehalten, die mit den Buchen verschraubt sind. Die Plattform ist flexibel mit den Bäumen verbunden, sodass die Bäume sich frei bewegen und ungehindert wachsen können. Das Rahmengestell besteht aus Konstruktionsvollholz. Für die Dachkonstruktion sägte Berger geschwungene Sparren aus 50 Millimeter breiten Bohlen aus und verband sie mit der Trägerkonstruktion.

Das Dach ist mit Rauhspund und Bitumenschindeln abgedichtet. Außen verkleidete er das Haus mit Schwartenbrettern und innen mit Rauhspundbrettern. Die alten Eichenfenster stammen aus einem Fachwerkhaus und wurden von ihm aufwändig restauriert. Dazu mussten auch neue Scheiben mit Blei einpasst werden. www.selbermachen.de

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