„Einziger Fußweg ist gesperrt“

Baustelle ohne Fußweg: Anwohner ärgert sich über Regelung unter A49

+
Kein Durchkommen: Kinder, die sich beispielsweise auf dem Schulweg befinden, dürfen laut Beschilderung ab hier nicht weiter gehen. Ein Anwohner des Buchenlohs weist aber darauf hin, dass das der einzige Weg in den Ort Rengershausen sei.

Baunatal. Seit Monaten ist der Fasanenweg unter der Autobahn 49 hindurch Baustelle. Autos dürfen zwar auf der eingeengten Fahrbahn vorbei an den schweren Baumaschinen rollen.

Für Fußgänger gilt: Durchgang verboten. Das wird durch ein entsprechendes Verbotsschild untermauert. Ganz zum Ärger von Anwohner Jörg Stehl, der mit seiner Familie im angrenzenden Wohngebiet Buchenloh lebt.

Mindestens zehn Mal am Tag müssten seine schulpflichtigen Kinder zu Fuß die Baustelle passieren, berichtet Stehl. Es sei die einzige Möglichkeit für die Anwohner, das Wohngebiet in Richtung Rengershausen zu verlassen. "An der Baustelle gibt es keinen ausgewiesenen Fußweg."

Die Verkehrsbehörde Hessen Mobil widerspricht der Darstellung zumindest teilweise. Immerhin räumt Sprecher Horst Sinemus ein: Schilder, die die Fußgänger zu einem extra abgetrennten Bereich auf der Fahrbahn unter der Brücke leiteten, seien durch den jüngsten Sturm weggekommen. "Es ist also grundsätzlich möglich, die Baustelle zu queren", erklärt er.

Fußgänger müssten zwar ein Stück über die Fahrbahn parallel zum Autoverkehr gehen, erläutert Sinemus. "Das ist aber abgesichert." Zudem gelte für Autofahrer in diesem Abschnitt Tempo 10. "Das müsste klappen." Und: Bislang seien in diesem Abschnitt noch keine Probleme aufgetreten, so der Hessen-Mobil-Sprecher weiter.

Jörg Stehl hält die Engstelle unter der Autobahn dennoch für gefährlich. Er habe Lkw-Fahrer beobachtet, die aus dem Gewerbegebiet Buchenloh kämen, und während der Fahrt ihre Ladepapiere sortierten und deshalb abgelenkt seien, sagt der Rengershäuser. "Es steht da vielmehr seit Monaten ein Schild ,Verbot für Fußgänger."

Der Familienvater befürchtet außerdem, dass sich die Behörden – sollte es zu einem Unfall kommen – damit herausreden werden. "Sagen dann die betreffenden Personen: Es durfte ja gar kein Fußgänger da durchlaufen?“ Hessen Mobil kündigt auf Nachfrage der HNA zumindest eine Nachbesserung bei der Beschilderung an. Die Schilder, die die Fußgänger wieder zu dem abgegrenzten Bereich leiten, seien bestellt, sagt Horst Sinemus.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.