Aufstieg zur Berufspolitikerin 

Baunatalerin Manuela Strube (SPD) wird vielleicht in Landtag einziehen

Baunatal. Manuela Strube (SPD) aus Baunatal rückt möglicherweise für Timon Gremmels in den Hessischen Landtag nach. 

„Es ging um einen Tunnel in Kirchbauna“, sagt Manuela Strube und erinnert sich an ihren Einstieg in die Kommunalpolitik zurück. „Du kannst bei uns mitmachen“ habe der damalige SPD-Ortsvereinsvorsitzende zu ihr gesagt. Fortan engagierte sich Strube für die örtliche SPD. Das war 2005. Im kommenden Jahr könnte aus dem ersten Einsatz auf lokaler Ebene ein Aufstieg zur Berufspolitikerin, zur Landtagsabgeordneten werden: Die 36-jährige Kirchbaunaerin würde bei einer Wahl von Timon Gremmels (Niestetal) in den Bundestag für diesen ins Parlament in Wiesbaden nachrücken.

„Damit habe ich nicht gerechnet“, sagt Manuela Strube, die 2013 von der SPD als Ersatzkandidat für Gremmels aufgestellt worden war. „Doch ich würde mich schon darauf freuen. Es hängt natürlich alles davon ab, ob Timon Gremmels auch gewinnt.“

Gute Aussichten für Gremmels

Könnte schon bald in den Landtag nachrücken: Manuela Strube aus Baunatal.

Die Chancen stehen nicht schlecht für Strube. Gremmels hat gute Aussichten, den Wahlkreis Kassel direkt zu holen. Vermutlich wird er über eine vordere Position auf der Landesliste zusätzlich abgesichert.

Manuela Strube böte ein Musterbeispiel für moderne Familiengestaltung. Als Mutter von zwei Kindern müsste sie einen sehr zeitaufwendigen Job in Süd- und das Familienleben in Nordhessen unter einen Hut bringen. „Ich würde das mit Unterstützung meiner Familie schaffen“, sagt Manuela Strube, die seit 2009 Ehemann Christian an ihrer Seite hat. Die gute Kinderbetreuung in Baunatal und die Hilfe von Eltern und Schwiegereltern machten den Einsatz in Wiesbaden möglich. Das macht die Kirchbaunaerin auch ein bisschen stolz. In Nordhessen, so sagt sie, gebe es bislang keine Abgeordnete in einer vergleichbaren Familiensituation.

In der Familienpolitik will sich die 36-Jährige besonders engagieren. Sie fordert etwa den Ausbau der Kindertagesstätten im Land. Nur so könnten die Eltern entlastet werden. Denkbar hält sie auch, dass die Kommunen mit Geld aus dem Landeshaushalt unterstützt werden. So könnten Städte und Gemeinden – wie es in Baunatal seit Jahren möglich ist – ihre Kindergartenplätze kostenfrei anbieten.

Bis Februar 2017 befindet sich Manuela Strube noch in Elternzeit. Dann wartet wieder die Aufgabe als Arbeitsvermittlerin im Jobcenter in Kassel auf sie. Diese Beschäftigung könnte aber ab schon im September wieder ein Ende haben. Dann winkt die große Landespolitik. 

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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