Bau des Regenrückhaltebeckens hat rund 5,3 Millionen Euro gekostet

Becken soll Kirchbauna vor Überflutung schützen

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Großer Andrang: Viele Schaulustige sahen am Samstag zu, als mit einem Eimer am Seil Wasser aus der Bauna geschöpft wurde, um das Regenrückhaltebecken Hunsrückstraße zu „taufen“.

Baunatal. 300 Besucher feierten am Samstag die Einweihung des Regenrückhaltebeckens Hunsrückstraße in Baunatal. Auch Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Bündnis 90/Die Grünen) war vor Ort.

Mit einem beeindruckenden Finale haben die Stadt Baunatal und die Gemeinde Schauenburg am Samstag den Abschluss der 25 Jahre dauernden Hochwasserschutzmaßnahmen im Bauna-Tal gefeiert. Geschätzte 300 Bürger schauten sich das gewaltige Sperrbauwerk an, das die Wassermassen der Bauna in Starkregenperioden im Regenrückhaltebecken Hunsrückstraße zurückstauen und so Kirchbauna vor Überflutungen schützen soll.

Wie an einer „Perlenschnur“ seien die Schutzeinrichtungen im Lauf der Bauna aufgereiht, sagte Schauenburgs Bürgermeister Michael Plätzer (SPD) und fügte hinzu: „Das Konzept greift.“

Technik sorgt für Hochwasserschutz: Josef Steiner (4. von links) zeigte Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub (ganz links), dessen Amtskollegen Michael Plätzer aus Schauenburg und Hessens Umweltministerin Priska Hinz, wie die Sperrklappen ausgefahren werden.

Dieser Ansicht ist offensichtlich auch Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Bündnis 90/Die Grünen), die das Projekt des Verbands für Abwasserbeseitigung und Hochwasserschutz, zu dem sich die beiden Kommunen zusammengeschlossen haben, als vorbildlich lobte. Herborn, Heimatstadt der 58-Jährigen, habe selbst in den 1980er-Jahren ein verheerendes Hochwasser erlebt, sagte Hinz.

Auslöser des mehr als 20 Millionen Euro teuren Schutzprojektes für das Bauna-Tal war die Jahrhundertflut von 1992, bei der zahllose Keller in den beiden Kommunen vollliefen und immense Schäden angerichtet wurden.

Hochwasserschutz in Baunatal

3,7 Millionen Euro vom Land

„Die extremen Wetterereignisse nehmen zu“, meinte Hinz. Es sei wichtig, Gewässern Raum zu geben, um sich auszubreiten. Außerdem trügen solche Maßnahmen zur Renaturierung von Wasserläufen bei. Seit 2014 habe das Land 50 Millionen Euro in solche Projekte investiert. Das 100 000 Kubikmeter fassende Rückhaltebecken Hunsrückstraße wurde vom Land mit gut 3,7 Millionen Euro bezuschusst. Mit Technik und Absperrwerk hat es gut 5,3 Millionen Euro gekostet. Dafür hätten die Bürger aber nicht nur einen nachhaltigen Schutz bekommen, sondern auch „einen Deich mit Meeres-Feeling“, sagte Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) augenzwinkernd.

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