Nicolai Wendel arbeitet bei Glinicke in Baunatal

Bester Azubi der Kfz-Innung: Ein Mann für E-Autos und Ami-Schlitten

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Will jetzt den Meister machen: Nicolai Wendel vom Baunataler Autohaus Glinicke ist bester Azubi der Kfz-Innung. Die Arbeit mit einem modernen Diagnosegerät gehört für den 22-Jährigen zum Alltag.  

Baunatal. Ein Kfz-Mechatroniker muss sich heutzutage auch mit Assistenzsystemen, Diagnosegeräten und Elektroantrieben auskennen.

Etwa 85 Prozent der Inhalte für die Gesellenprüfung seien aus dem digitalen Bereich gewesen, sagt Nicolai Wendel. Der Azubi vom Autohaus Glinicke in Baunatal muss es wissen. Er wurde jüngst Bester der Kraftfahrzeug-Innung Kassel.

Auch das Thema Elektromobilität habe in der Prüfung eine Rolle gespielt, berichtet der 22-jährige Lohfeldener weiter. So musste er beantworten, welche Vorsichtsmaßnahmen zu treffen sind bei der Reparatur eines Hybridfahrzeuges. Schließlich hat man es hier mit Hochspannung zu tun. „Elektroautos machen eine ganz andere Faszination aus als ein Benziner“, sagt Wendel und sein Chef Ingo Flaßpöhler ergänzt: „Früher waren es Benziner und Diesel, heute sind es Elektroautos und Hybrid-Fahrzeuge.“ Er gehe davon aus, dass ab 2020 rund 30 Prozent der Neuzulassungen in den Bereich E-Antrieb fallen werden.

Auf der anderen Seite befasst sich Nicolai Wendel gerne auch mit der guten alten Auto-Technik. Vor allem privat schwelgt der 22-Jährige mit seinen Freunden in der automobilen Vergangenheit. Sein Traum ist es deshalb, mal einen alten „amerikanischen Schlitten“ zu besitzen. „So einen mit V-8-Motor und viel Hubraum.“

Im Dezember will er Meisterschule besuchen

Mit dem guten Abschluss nach der Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker ist es bei Nicolai Wendel nicht getan. Bis zum Dezember will er die Meisterschule besuchen. „Ich möchte mich weiterbilden“, betont er. Eine Stelle bei Glinicke in Baunatal hat er als Serviceberater bereits fest. „Wenn man Talente hat, muss man die fördern und halten“, betont Ingo Flaßpöhler.

Nicolai Wendel ist sich sicher, den richtigen Beruf gefunden zu haben: „Der Beruf baut auf dem Kundenkontakt auf. Ich bin die Schnittstelle zwischen Werkstatt und Kunden.“ Glinicke in Baunatal habe es nicht so leicht, junge Mitarbeiter an die Firma zu binden, ergänzt Geschäftsführer Matthias Welter. Einige wanderten doch zum in direketer Nachbarschaft liegenden VW-Werk ab. „Wir haben allerdings auch einige, die zurückgekommen sind.“

Einen Tipp für junge Schulabgänger hat Wendel dann noch: Man solle entsprechend seiner Persönlichkeit handeln, sagt er. Die Frage sei, ob man als Student den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen könne oder eben nicht. „Für mich war die praktische Komponente ausschlaggebend.“

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