Folge der guten Auftragslage

Betriebsversammlung bei VW: Leiharbeiter können aufatmen

Kassel/Baunatal. Weitere 390 Leiharbeiter im VW-Werk Kassel in Baunatal können vorerst aufatmen: Sie bekommen auf zwei Jahre befristete Stellen nach dem VW-Haustarif angeboten.

Die Leiharbeitsverträge wären sonst im ersten Halbjahr 2017 ausgelaufen. Die Nachricht, die Betriebsratschef Carsten Bätzold am Dienstag während einer Betriebsversammlung vor knapp 7000 Beschäftigten in der Halle 2 überbrachte, ist Folge der guten Auftragslage am zweitgrößten deutschen VW-Standort mit 17.000 Mitarbeitern. 

Aktualisiert um 15.45 Uhr

Insbesondere der Getriebebau brummt. „Viele Getriebetypen sind für das nächste Jahr schon ausverkauft“, sagte Werkleiter Thorsten Jablonski im Gespräch mit der HNA. Vor allem die Kapazitätsausweitung bei der Fertigung von Direktschaltgetrieben führe zu einem hohen Personalbedarf, ergänzte Bätzold. Dieser werde zum Teil mit der Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit von 35 auf 37 Stunden gedeckt. 

Dennoch muss das Werk einen gehörigen Anteil zur Renditesteigerung der Marke Volkswagen leisten. Bis zum Jahr 2020, so sei die Vorgabe des Vorstandes, müsse der Standort 300 bis 400 Millionen Euro einsparen, erläuterte der Werkleiter. „Wir müssen hart kämpfen.“ 

Einen weiteren Beitrag für das Wohl der Marke müssen die Baunataler mit der Abgabe von Produktionsanteilen aus der Elektromotoren-Fertigung ans Motorenwerk Salzgitter liefern. Darum gebe es aber kein Feilschen, betonte Jablonski. Es sei ganz normal, dass man auch mal was an einen schwächeren Standort abgebe. Er gehe davon aus, dass das im umgekehrten Fall, wenn es Baunatal mal schlechter gehe, genauso passieren werde. Wie die Produktion der Elektroantriebe genau aufgeteilt wird, das wird nach den Worten der Verantwortlichen schon bald verhandelt. Jablonski: „Wir setzen uns Anfang des Jahres zusammen.“

Rubriklistenbild: © Kühling

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