Niemand wurde verletzt

Nach Brand in Baunatal: "Großes Glück gehabt"

Baunatal. Der Brand am Mittwoch in einem Großenritter Mehrfamilienhaus ist laut Polizei durch Schweißarbeiten ausgelöst worden. Der Schaden beläuft sich mindestens auf mehrere 10.000 Euro.

Der Brand hat am Mittwochnachmittag in Baunatal-Großenritte den kompletten Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses zerstört. Am Morgen danach sind die Schäden, die die Flammen hinterlassen haben, noch deutlich zu sehen: Der Dachstuhl des Hauses steht offen, die Holzbalken am Dach sind verkohlt. Auch bei Silke Wilberg, die mit ihrem Mann und Sohn in einer Erdgeschosswohnung des Hauses lebt, sitzt der Schrecken noch tief. „Das war Adrenalin pur. Ich war froh, dass die Feuerwehr so schnell da war“, erzählt sie am nächsten Morgen.

Eine Nachbarin klingelte und warnte sie vor den Flammen. „Erst konnte ich es gar nicht glauben, dann bin ich sofort auf die Straße. Mein Mann und mein Sohn waren zum Glück nicht zu Hause“, erzählt Wilberg.

Während der Löscharbeiten habe sie gehofft, dass die Flammen nicht bis zu ihrer Wohnung durchkommen. „Trotzdem hatte ich Angst, dass das Feuer auch auf andere Gebäudeteile übergreift“, schildert die Bewohnerin. „Es war ein großes Glück, dass nicht mehr passiert ist.“

Strom und Gas wurden abgestellt, aber die Nacht durfte Familie Wilberg trotz des Brandes in den eigenen vier Wänden verbringen. „Ich war froh, dass ich hier schlafen durfte. Auch wenn wir momentan weder Strom noch Gas in der Wohnung haben“, sagte Wilberg.

Ein Bahnfahrer, der anonym bleiben will, war vor Ort, als die Flammen durch das Dach brachen. „Es kam dichter Qualm aus dem Dach, dann hörte ich ein Knacken und die Flammen kamen herausgeschossen“, erzählt er.

Feuer zerstört Dachstuhl in Baunatal

Das bestätigt auch Julia Kaufmann, die zum Unglückszeitpunkt einen Freund im Haus gegenüber besucht hat. „Ich habe mitbekommen, wie alles gequalmt hat. Es ging alles relativ schnell“, berichtet die 22-jährige Baunatalerin.

Das Haus bleibt zu Teilen unbewohnbar. „Den Bewohnern der vom Brand betroffenen Doppelhaushälfte werden andere Wohnungen zugewiesen“, sagte Polizeisprecher Torsten Werner.

Die Höhe des Schadens am Haus lässt sich noch nicht genau beziffern. Die Polizei geht aber von mindestens mehreren 10.000 Euro aus.

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