Insgesamt solider Jahresabschluss 2017

Bilanz der Raiffeisenbank Baunatal: Geringe Zinsen tun  weh

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Baunatal. Der Raiffeisenbank Baunatal geht es trotz weiterer Einbußen im Kreditgeschäft aufgrund niedriger Zinsen insgesamt gut.

Die Bilanzsumme stieg im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Prozent auf 660,38 Millionen Euro. Sowohl bei den Kundeneinlagen als auch bei der Summe der vergebenen Kredite verzeichnete das regionale Geldinstitut mit Filialen im Bauna-Tal und im östlichen Landkreis Kassel deutliche Zuwächse. Diese Bilanz stellte der Vorstand jetzt bei einem Pressegespräch in Baunatal vor.

„Das Sorgenkind regionaler Banken ist das Zinsergebnis“, sagte Vorstandsvorsitzender Michael Hohmann. „Das tut uns extrem weh.“ Die Bank bekam aus dem Kreditgeschäft gegenüber 2016 rund 1,4 Millionen Euro weniger in die Kasse. Das ist laut Hohmann ein Rückgang von 11,9 Prozent.

Die Raiffeisenbank bemüht sich demgegenüber, die Ausgaben auf einem niedrigen Niveau zu halten. Dass die Zahl der Mitarbeiter von 2016 auf 2017 von 123 auf 115 sank, sei aber eher zufällig, weil es „natürliche Abgänge“ etwa durch Ruhestand gegeben habe, erläuterten Hohmann und Vorstandskollege Friedhelm Mette. Es habe keinesfalls Kündigungen gegeben. Im Gegenteil: „Wir haben schon wieder reichlich Stellenausschreibungen“, sagte der Vorstandschef. Auch beim Filialnetz wollen die Verantwortlichen nicht den Rotstift ansetzen. Lediglich das SB-Center in Guntershausen könne wegen eines gekündigten Mietvertrages nicht weiter betrieben werden, erläuterte Hohmann.

Die Raiffeisenbank will wegen des anhaltenden niedrigen Zinsniveaus weiter mit Augenmaß agieren. Deshalb werde man keine hohen Risiken eingehen, betonte Hohmann. „Irgendwann kommen wieder andere Zinszeiten.“ Der Vorstandsvorsitzende geht davon aus, dass die Zinsen in absehbarer Zeit steigen werden. Dies deute sich bereits bei den längerfristigen Krediten an.

Außerdem blickt die Bank weiterhin auf ein dickes Polster in den Rücklagen. Zu den bereits vorhandenen 90 Millionen Euro habe man 2017 weitere zwei Millionen Euro zurücklegen können.

Weitere Einbrüche

Für das Jahr 2018 geht die Raiffeisenbank Baunatal zunächst noch von weiteren Einbrüchen im Kreditgeschäft aus. Im Blick hat die Bank aber dennoch die Modernisierung des Unternehmens. Sichtbares Beispiel ist der laufende Umbau der Hauptstelle für 1,2 Millionen Euro. In etwa drei Wochen beginnt am Europaplatz der zweite Bauabschnitt. Die Service-Mitarbeiter ziehen dann vorübergehend in den jetzigen SB-Bereich um die Ecke.

Außerdem baut die Bank ein Kunden-Service-Center auf – eine Art eigenes Callcenter, das den Kunden am Telefon weiter helfen soll.

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