Reformationsjubiläum

Botschafterin zum Luther-Jahr in Baunatal: Wenn Margot mit dem Holger funkt

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Luthers Botschaft über Funk: Margot Käßmann, Botschafterin der Evangelischen Kirche für das Reformationsjubiläum, sprach von Baunatal aus mit Amateurfunkern in Deutschland. Mit dabei DARC-Vorstand Thomas von Grote (links) und Distrikt-Chef Heinz Mölleken.

Baunatal. Wenn sich Margot Käßmann mit „Delta November eins Alpha Foxtrott Zulu“ meldet, dann muss das etwas Außergewöhnliches sein.

Die Botschafterin für das Reformationsjubiläum der Evangelischen Kirche in Deutschland besuchte am Mittwoch die Bundeszentrale der Amateurfunker in Baunatal und meldete sich über Funk, um mit anderen Funkern irgendwo in Deutschland über das Luther-Jahr zu plaudern. Das gelingt auf Anhieb. Holger aus Osterholz-Scharmbeck fragt „Margot“ unter anderem nach den Stationen des Trucks für das Luther-Jahr. Und Käßmann erkundigt sich wiederum bei Holger nach seinen Kontakten als Funkamateur. Dieser bestätigt: Es gebe Verbindungen überall in die Gesellschaft hinein.

Margot Käßmann hat die Aktivitäten des Deutschen Amateur Radio Clubs (DARC), der seinen Hauptsitz in Baunatal hat, in das Programm zum Reformationsjubiläum aufgenommen. „Wir wollen das Reformationsjubiläum auf allen Kanälen vermitteln“, sagt die frühere Bischöfin zum Hintergrund. Im Jahr 1817 sei sehr deutsch-national gefeiert worden. 2017 solle das anders sein. „Wir wollen global-international in vielen Verbindungen feiern.“ Von der kleinen Stadt Wittenberg sei die Botschaft Luthers auch in die ganze Welt hinaus gegangen. Immerhin: Der DARC hat allein 35 000 Mitglieder in Deutschland. Weltweit gibt es 2,5 Millionen Funker. Diese sammeln so genannte QSL-Karten, mit denen die Kontakte per Postkarte bestätigt werden.

Für das Reformationsjubiläum hat der DARC bei der Bundesnetzagentur ein extra Sonderrufzeichen beantragt. Unter „DL500ML“ können sich die Funker künftig als Fans der Reformationsfeiern melden. Käßmann: „Das ist eine Form, die Botschaft des Reformationsjubiläums weiterzutragen.“ Viel Zeit bleibt der Botschafterin dann nicht für weitere Hintergrundinformationen. Über Funk meldet sich Andreas aus der Nähe von Greifswald. Wenn sie nächstes Jahr im Ruhestand sei, sagt Käßmann, könne sie ihn ja mal vom benachbarten Usedom aus, wo sie ein Domizil habe, anfunken.

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