Spatenstich war am Donnerstag

Burger King eröffnet im Frühjahr in Rengershausen

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Hochbau hat schon begonnen: Das Schnellrestaurant nimmt bereits Formen an. Ein Kran der Firma Regel hievt die Betonfertigteile auf die Baustellle. Im Hintergrund rechts ist die Hütt-Brauerei zu sehen. 

Baunatal. Das Nahversorgungszentrum in Rengershausen bei der A 49 nimmt Gestalt an: Am Donnerstag war Spatenstich.  Auf dem Gelände sollen ein Burger-King-Schnellrestaurant und ein Netto-Discountmarkt entstehen.

Drei Jahre hat es gedauert, bis die Stadt Baunatal einen Investor für ein Nahversorgungszentrum in Rengershausen gefunden und die Hürden einer langwierigen Planungsphase genommen hat. Nun ist der Erfolg endlich sichtbar: Am Donnerstag feierten Vertreter der Stadt und der Investoren den symbolischen Spatenstich für das Projekt, in das der Projektentwickler, die Recona Holding aus Bad Nauheim, nach eigenen Angaben mehr als drei Millionen Euro investiert hat. Im Frühjahr 2018 sollen dann ein Burger-King-Schnellrestaurant und ein Netto-Discountmarkt auf dem ehemaligen Acker in der Senke an der Knallhütter Straße ihre Türen öffnen.

Damit geht für die Rengershäuser Bürger eine dreijährige „Durststrecke“ in Sachen Lebensmitteleinkauf zu Ende. Denn seitdem der kleine Edeka-Markt in der Ortsmitte mangels weiterer Entwicklungsmöglichkeiten an diesem Standort geschlossen wurde, gab es keinen Nahversorger mehr im Dorf.

Hier geht es zum Netto-Markt: Die Einfahrt zur Baustelle an der Knalllhütter Straße (Mitte) wird künftig auch die Zufahrt zum Nahversorgungszentrum sein. Fußgänger sollen den an der Knallhütter Straße vorhandenen Bürgersteig benutzen und getrennt vom Autoverkehr auf das Grundstück gelangen.

Gespräche mit möglichen Investoren und lange Diskussionen mit den Bürgern über einen Standort hatten sich angeschlossen. Den Anstoß zur jetzigen Lösung gab schließlich Kaufungens ehemaliger Bürgermeister Günter Burghardt. Er habe das Grundstück der Landwirtsfamilie Kaiser ausgeguckt und auch für die Stadt Baunatal den Kontakt zum Investor Recona hergestellt, bestätigte er gegenüber der HNA. Der Weg bis zur Baugenehmigung war dann hürdenreich. Das deuteten sowohl Ralf Eric Nestler, geschäftsführender Gesellschafter der Recona Holding, als auch Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) während des Spatenstichs an. „Es waren aufwendige Gespräche“, sagte Schaub. Schließlich habe man den Zweckverband Raum Kassel (ZRK) überzeugen können, dass das Nahversorgungszentrum bei Rengershausen wegen seiner strategischen Lage nahe des VW-Werks und der Autobahn sinnvoll sei.

Rengershausen

Nestler sprach sogar davon, dass das Projekt wegen teurer Auflagen „auf der Kippe“ gestanden habe. Dabei ging es laut Nestler etwa um die Frage, ob die Zufahrt zum Nahversorgungszentrum an der Einmündung von Knallhütter Straße und Fasanenweg erfolgen muss. Das hätte aufwendige Umbauten auf der Fahrbahn erfordert. Nun wird eine Zufahrt auf halbem Weg zwischen Westfalen-Tankstelle und Ortseingangsschild geschaffen. Nicht realisieren ließ sich nach den Worten von Schaub auch die Idee, einen Fußweg durch Wohnbebauung und Feldmark zum Netto-Markt zu bauen. Unter anderem sei der Flächenverbrauch dafür zu hoch gewesen.

Die Recona hat das Nahversorgungszentrum inzwischen nach eigenen Angaben als „Paket“ an die Volksbank Rhein-Lahn-Limburg weiterverkauft. Man behalte nur wenige Projekte im eigenen Bestand. Das Vorhaben in Rengershausen gehöre zu den kleineren des Untermehmens. 

Hintergrund: 90 Parkplätze entstehen 

Das Nahversorgungszentrum wird 90 Parkplätze erhalten, die dann im Frühjahr 2018 sowohl von den Kunden des Schnellrestaurants als auch des Netto-Markts genutzt werden können. 

Der Discountmarkt wird eine Größe von 1250 Quadratmetern haben. Ob das Restaurant und der Lebensmittelmarkt im April gleichzeitig öffnen werden, sei zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht klar, teilte der Investor mit. Das hänge von den Betreibern ab. 

Der Landwirt des benachbarten Ackers, der bisher von der Knallhütter Straße seine Felder erreichen konnte, erhält eine neue Zufahrt von der Hütt-Brauerei zur verbliebenen Ackerfläche. 

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