Gebäude und Parkplatz sind während der gesamten Nacht beleuchtet

Dauerbeleuchtung am Feuerwehrgebäude in Baunatal stört Anwohner

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Hell erleuchtet: das Feuerwehrgebäude in Baunatal an der Im Wiesental.

Baunatal. Ein HNA-Leser klagt über die Dauerbeleuchtung am Feuerwehrgebäude in Altenbauna, doch die Stadt sieht darin kein Problem.

Hell erleuchtet ist die Straße Aueweg nachts in Baunatal-Altenbauna. Dafür sorgen mehrere Lampen am Gebäude der zentralen Feuerwehr-Stützpunktwache und die Beleuchtung eines angrenzenden Parkplatzes, der ebenfalls dazu gehört. „Unsinnigerweise leuchten die Lichter am Gebäude und auch am Parkplatz die gesamte Nacht durch“, sagt ein Anwohner, der anonym bleiben möchte. Auch innen brannten nachts meist Lichter, „auch wenn niemand anwesend ist.“

Der Leser bezieht sich auf eine neuerliche Broschüre des hessischen Umweltministeriums, die die Industrie in Hessen für das Thema Lichtverschmutzung sensibilisieren soll. „Bevor man allerdings die Industrie angeht, sollten Kommunen mit gutem Beispiel vorangehen“, plädiert der Leser. Denn auch hier sei Lichtverschmutzung keine Seltenheit. „Bei einem Feuerwehreinsatz könnte ich das ja verstehen“, ohne jeglichen Alarm allerdings nicht.

Das alles sei absolut vermeidbare Lichtverschmutzung. Die Lampen bei Nichtgebrauch auszuschalten „würde Kosten sparen und die Lebensqualität der dort lebenden Menschen erhöhen“.

Sicherheit im Alarmfall

Ein Problem mit Lichtverschmutzung sieht die Erste Stadträtin, Silke Engler, in der Stadt Baunatal nicht: „Das haben Ballungsräume wie München oder Frankfurt, aber nicht wir hier im ländlichen Raum.“ Das Gebäude und der Parkplatz seien aus gutem Grund in der Nacht beleuchtet: „Wir müssen als Kommune bei allen Feuerwehrhäusern sicherstellen, dass die Einsatzkräfte im Alarmfall sicher an- und ausrücken können“, fügt sie hinzu. Bewegungsmelder machten dabei keinen Sinn, weil man dafür in ein bestimmtes Feld laufen müsste. „Und dann hat man’s auch nicht in der Hand, wann das Licht ausgeht.“

Feuerwehr in Baunatal

Nichtsdestotrotz nehme die Stadt das Thema ernst: „Wir haben eine Strategie, um unsere Straßenbeleuchtung Stück für Stück auf LED-Technik umzustellen.“ Bei neuen Lampen im Rahmen des Straßenbeleuchtungskonzepts würden stets feststehende Kriterien geprüft: Muss der Weg öffentlich erschlossen werden? Führt er zu einer Infrastruktur wie einem Dorfgemeinschaftshaus, einer Kita oder einem Einkaufszentrum? Und schließlich: Gibt es eine Alternative? Wenn es keine gibt und die anderen beiden Kriterien zutreffen, würde ein Weg ausgeleuchtet. Dafür und auch für die Umstellung in Gebäuden, die saniert werden, sei jedes Jahr Geld im Haushalt vorgesehen. Das gelte auch für Neubauten. Aber: „Jede Lampe bedeutet zusätzliche Betriebskosten.“ Deswegen würde nur notwendige Beleuchtung angebracht. 

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