Antrag fürs Stadtparlament

Wird Europaplatz in Baunatal bald Manfred-Schaub-Platz heißen? CDU schiebt Debatte an

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Der Europaplatz am Baunataler Rathaus: Die CDU regt eine Bürgerbefragung an, ob der Platz in „Manfred-Schaub-Platz“ umbenannt werden soll.

Baunatal. Der plötzliche Tod von Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub am Pfingstsonntag beschäftigt weiterhin viele Menschen in der Region. 

Überall, wo Leute aus seinem Umfeld zusammenkommen, sind die vielen Verdienste von Manfred Schaub immer wieder Thema. Viele Emotionen sind im Spiel.

Jetzt hat die CDU-Fraktion zwei Anträge für das Stadtparlament vorbereitet, mit denen die Erinnerung an den verstorbenen Sozialdemokraten aufrecht erhalten werden soll. Doch der Zeitpunkt der Debatte trifft nicht überall auf Begeisterung.

Verstarb unerwartet am Pfingstsonntag: Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub.  

Der Reihe nach: Die CDU reichte jetzt die beiden Anträge für die nächste Parlamentssitzung für Montag, 24. September, bei Stadtverordnetenvorsteher Peter Lutze (SPD) ein. „Wir schlagen vor, den heutigen Europaplatz in Baunatal in Anerkennung und als Würdigung der besonderen Verdienste unseres verstorbenen Bürgermeisters Manfred Schaub um das Wohl der Stadt Baunatal, zukünftig in Manfred-Schaub-Platz umzubenennen“, heißt es in dem ersten Antrag von CDU-Fraktionsvorsitzendem Sebastian Stüssel. Zu der Umbenennung solle die Meinung der Baunataler in einer Bürgerbefragung eingeholt werden.

Ehrenbürgermeister

In dem zweiten Antrag geht es um die „Verleihung der Ehrenbürgermeisterwürde posthum an Manfred Schaub“.

Er habe die Anträge der CDU auf die Tagesordnung genommen, berichtet Lutze. „Ich finde es insgesamt nicht gut“, sagt er allerdings. Es sei mit der Familie verabredet gewesen, ein Trauerjahr einzuhalten. „Da waren die Fraktionen mit eingebunden.“

„Ist verabredet worden“

Das bestätigt auch Baunatals Erste Stadträtin Silke Engler (SPD). Es habe ein Gespräch mit den Fraktionsvorsitzenden im Juni gegeben. Dabei sei verabredet worden, ein Jahr abzuwarten, ehe man sich mit diesen Dingen befasse. Welche Ehrung danach infrage komme, solle dann gemeinsam mit der Familie entschieden werden, betont Engler weiter.

Das sieht CDU-Fraktionschef Stüssel anders. „Eine Verabredung gab es da nicht“, sagt er auf Anfrage der HNA. Das Thema Trauerjahr sei lediglich in einem Gespräch zum städtischen Haushalt angesprochen worden. „Es gab keine bindende Vereinbarung“, so Stüssel. Er hätte so etwas auch gar nicht eigenständig entscheiden können. „Ich müsste da Rücksprache mit der Fraktion nehmen.“

Darüberhinaus berichtet der Christdemokrat, der sich genau wie die Erste Stadträtin Silke Engler im Bürgermeisterwahlkampf befindet, von einem großen Wunsch aus der Bevölkerung nach einer Ehrung für den verstorbenen Bürgermeister. „Wir sehen jetzt Anlass zum Handeln“, sagt Stüssel.

Und Engler sagt dazu: „Wir werden dann eine geeignete Form der Ehrung finden. Das stand nie in Frage.“

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