Stadt Baunatal will Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern

Konzentriertes Gespräch über Frauenthemen: Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub (SPD, links) wurde von Irmgard Schüler, der Frauenbeauftragten der Stadt Baunatal, befragt. Fotos: Wienecke

Baunatal. Die Stadt Baunatal will die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärker fördern. So sollen unter anderem längere Urlaubszeiten möglich sein.

Die Stadt Baunatal will stärker die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern. Das sagte Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) jetzt bei der Vorstellung eines Gesamtkonzeptes zur Frauenförderung im Stadtteilzentrum Baunsberg. Zusammen mit der Frauenbeauftragten der Stadt erläuterte der Bürgermeister die gleichstellungspolitische Ausrichtung Baunatals.

Über die Hälfte der Mädchen entscheidet sich nach wie vor für die zehn gängigsten Frauenberufe. Um eine Alternative aufzuzeigen, bietet das Rathaus den „Girls’ Day“ an. An diesem Tag bekommen Mädchen Einblicke in technische Berufe in der Stadtverwaltung. Dieser wird am Donnerstag, 23. April, um einen „Boys’ Day“ ergänzt, der männlichen Jugendlichen die Arbeit in den Kindertagesstätten näherbringt.

Die Problematik der Vereinbarkeit von Familie und Beruf will die Stadtverwaltung über individuelle Arbeitszeiten lösen. Längere Beurlaubungen (ohne Bezüge) sind möglich. Ferner gibt es eine kostenfreie Kinderbetreuung in der Regelbetreuungszeit in den Kindertagesstätten und die Übernahme der Kosten für 25 Stunden Kinderbetreuung pro Woche durch eine Tagesmutter.

Zum Abbau der Unterrepräsentanz von Frauen führte der Bürgermeister den Gleichstellungsplan und das einheitliche Personalauswahlverfahren an. Er gab zu bedenken, dass Quoten nicht immer das Allheilmittel wären, und betonte, dass er persönlich keinen Einfluss auf Einstellungsverfahren nehme.

Um Gewalt gegen Frauen zu thematisieren, wird ein runder Tisch gegen häusliche Gewalt veranstaltet. Die Stadt Baunatal unterstützt das Frauenhaus und die Frauenberatungsstelle finanziell.

Verbesserte Sicherheit für alle Bürger durch die barrierefreie oder barrierearme Gestaltung von Fußwegen und Plätzen hat Manfred Schaub mit zwei Meter breiten Gehwegen und dem Verlegen von Platten statt Pflastersteinen ebenfalls im Blick.

Zu den Freizeitangeboten der Stadt Baunatal für Frauen gehören das Frauencafé, das vom Marktplatz in die Rembrandtstraße umgezogen ist, Schwimmzeiten für Frauen im Aqua-Park, der vor Ostern wieder öffnet, das internationale Frauenfest und ein Angebot für Mädchenfußball. Pascal Adam und Vivien Schulz betreuen als Streetworker des Jugendzentrums junge Leute.

Im Stadtteilzentrum Baunsberg, das von Frank Grasmeier geleitet wird, ist die Diplom-Sozialpädagogin Petra Scholz neben weiteren Aktiven für Angebote für Frauen zuständig. „Wir veranstalten unter anderem das Frauenfrühstück, Computerkurse, Ausflüge und generationsübergreifende Projekte“, berichtet sie.

Kontakt: Stadtteilzentrum Baunsberg, Bornhagen 3, Tel. 0561/9 49 28-70, Infos unter: www.stadtteilzentrum-kids.de - www.baunatal.de

Von Bettina Wienecke

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