Ehemaliges Sagaflor-Gebäude in Baunatal: Platz für 100 Flüchtlinge

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Wird Flüchtlingsunterkunft: Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Firma Sagaflor an der Fuldastraße in Hertingshausen. Der Landkreis will hier ab September 100 Asylbewerber unterbringen.

Baunatal. Jetzt bekommt auch die Stadt Baunatal eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge.

Nach Angaben von Landkreissprecher Harald Kühlborn sollen rund 100 Asylbewerber in dem ehemaligen Verwaltungsgebäude der Firma Sagaflor in Hertingshausen untergebracht werden.

Das Unternehmen war vor einem Vierteljahr von Baunatal an die Marbachshöhe in Kassel umgezogen. Seither stand das Haus an der Fuldastraße leer.

Der Landkreis miete das Gebäude von Sagaflor an, berichtet Kühlborn. Der Mietvertrag gelte ab dem 1. August. Der Kreissprecher rechnet damit, dass die ersten Flüchtlinge im Oktober in den Komplex in Hertingshausen direkt gegenüber vom Einkaufszentrum Ratio-Land einziehen werden. „Viel renovieren müssen wir dort nicht. Das Gebäude ist in einem guten Zustand. Lediglich Küchen müssen wir einbauen“

Zusätzlich belegt der Kreis noch eine ehemalige Lagerhalle des Großhändlers für Gartenbedarf. Auch diese wird von Sagaflor seit dem Umzug nach Kassel nicht mehr genutzt. Dort werde man allgemein die Ausstattung für Gemeinschaftsunterkünfte lagern - zum Beispiel Betten, erläutert Kühlborn. Zusätzlich löse der Landkreis seine Lagerstätte für den Katastrophenschutz in der ehemaligen Herwig-Blankertz-Schule in Wolfhagen auf und verlagere diese nach Hertingshausen.

Bislang gab es in der VW-Stadt keine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge, beispielsweise aus Syrien, Eritrea und dem Kosovo. Der Kreis hatte in Baunatal bislang nur auf einige Privatwohnungen zurückgegriffen. 44 Asylbewerber wohnen an verschiedenen Punkten in der Stadt.

Mit der jetzigen Lösung zeigt sich der Kreis sehr zufrieden. „Das hilft uns sehr“, sagt Kühlborn.

In der Nachbarkommune Schauenburg gibt es hingegen seit einigen Monaten ein Heim für Asylbewerber im ehemaligen Hotel Tannenhof in Elmshagen. Dort sind aktuell rund 50 Asylbewerber untergebracht.

Pläne für eine Gemeinschaftsunterkunft in Baunatal gab es bereits im Frühjahr. Das ehemalige Polizeirevier Am Goldacker sollte für die Unterbringung von Flüchlingen hergerichtet werden. Doch der Kreis konnte sich nicht mit dem privaten Vermieter, einer Investorengesellschaft aus Irland, einigen.

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