Fußball

Der KSV Baunatal schafft die Wende und feiert einen Sieg gegen Hadamar

Augen zu, Augen auf: Hadamars Alexander Schraut und Patrick Herpe (rechts) beim Kopfballduell. Foto: Fischer

Baunatal. Spät, aber vielleicht noch früh genug haben die Spieler des Fußball-Hessenligisten KSV Baunatal kapiert, dass sie im Abstiegskampf stecken.

Als es am Samstag im Parkstadion gegen Rot-Weiß Hadamar nach 33 Minuten 0:2 stand, war der bisherige Tiefpunkt dieser verkorksten Saison erreicht, und nichts erweckte den Eindruck, als könnten die Baunataler das Spiel noch drehen.

Fußball ist vor allem deshalb so beliebt, weil meistens nach 33 Minuten noch nicht klar ist, wer gewinnt. Jedenfalls gingen die Baunataler schließlich als 5:3-Sieger vom Platz und haben plötzlich wieder beste Chancen, dem Abstieg doch noch zu entgehen. Vier Gründe für die wundersame Wende.

DER ANSCHLUSSTREFFER

Unverhofft kommt oft. Irgendwie aus dem Nichts tauchte Baunatals Stürmer Kyung Ho Lee in der 43. Minute in Hadamars Strafraum auf, kam frei zum Schuss, und es stand plötzlich 1:2. Es soll Sportreporter geben, die sich für solche Momente die Phrase „psychologisch wichtiger Zeitpunkt“ ausgedacht haben.

DER MUT

In der zweiten Halbzeit spielte der KSV risikoreicher, verlagerte das Spiel mehr und mehr vor das Tor der Gäste und wirkte spielfreudiger.

DIE EFFIZIENZ

Oft hat der KSV Baunatal gut gespielt, aber vergessen, den Ball ins Tor zu schießen. Am Samstag war das anders. Es war nicht besonders schön, aber fast jeder Schuss war ein Treffer. Lee haben wir bereits erwähnt, aber auch Antonio Bravo Sanchez, Patrick Herpe, Nico Schrader und Eigentorschütze Alexander Schraut brachten den Ball in Hadamars Kasten unter. Bravo Sanchez behielt fünf Meter vor dem Tor die nötige Ruhe, Herpe verwandelte einen Abpraller, Schrader fälschte einen Ulusoy-Freistoß mit dem Allerwertesten ab, und Schraut grätschte bei seinem misslungenen Rettungsversuch in einen flachen Querpass. Jetzt muss sogar die Superphrase erlaubt sein: Im Abstiegskampf werden keine Schönheitspreise vergeben.

DER KINDERGARTEN

Die Wende wäre aber nicht möglich gewesen, wenn ein stärkerer Gegner im Parkstadion gastiert hätte. „Wir haben verteidigt wie im Kindergarten“, sagte Steffen Moritz. Ungeklärt ist, ob Hadamars Trainer mit dem lockeren Spruch seine Spieler oder die schon kickenden Kindergartenkinder beleidigt hat.

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