Gutes für den süßen Gaumen

Eintauchen in die Schokoladen-Welt: Von Kosmetik bis hin zu Nudeln

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Hier können sie selbst Hand anlegen: Julia Walder aus Kassel und Arthur Barthel lernen beim Winterferienprojekt, wie sie verschiedene Dinge aus Kakao herstellen können. 

Baunatal. Wie werden aus Kakaobohnen Schokolade und Kosmetikprodukte? Damit beschäftigen sich 19 Kinder im Baunataler Stadtteilzentrum Baunsberg in der letzten Ferienwoche. 

Kleine Schokoladenentdecker sind auch Julia Walder aus Kassel und Arthur Barthel aus Baunatal. Nachdem sie am Montag mit verbundenen Augen getestet haben, wie unterschiedlich verschiedene Vollmilchschokoladen von Milka und Co. schmecken können, ging’s am Dienstag daran, selbst etwas herzustellen.

Bitter oder süß? Geschmackstest mit Hindernissen

Während die zehnjährige Julia eine Butter-Schokoladen-Mischung für einen Kuchen mit cremigem Kern rührt, erinnert sie sich an den Test: „Ich habe gelernt, dass ich mit der Nase unterscheiden kann, ob Schokolade süß oder eher bitter ist.“ Der Test kam ihr gerade recht: Vollmilch ist ihre Lieblingssorte. Während sie jetzt rührt, braucht sie Geduld. Julia hat nämlich Hunger. „Es wäre super, wenn der Kuchen jetzt schon fertig wäre.“ Bis es allerdings so weit ist, ist noch etwas Arbeit nötig. Erst müssen die Kinder noch den Eischnee hinzugeben, verrühren, alles auf ein Blech tun und dann noch gut 30 Minuten backen lassen.

Zeit, dem ebenfalls zehnjährigen Arthur über die Schulter zu schauen. Er ist gerade dabei, Teig für Schokoladennudeln (Rezept im Hintergrund) auszurollen. Gar nicht so einfach, denn der Teig klebt immer wieder an der Teigrolle. Er bleibt dran – ein bisschen Mehl hilft, den Teig möglichst flach zu bekommen. Backen macht ihm großen Spaß: „Ich mag es gern, wenn es so gut riecht“, schwärmt der Fünftklässler von der Theodor-Heuss-Schule Baunatal.

Der lange Weg von der Kakaopflanze bis hin zur Tafel

Daniela Becker

„Die Kinder sollen nicht nur lernen, wie man Schokolade verarbeitet und was sie daraus herstellen können. Es geht auch darum, wo Kakao seinen Ursprung hat und wie er dann in die fertige Tafel kommt“, sagt Daniela Becker. Die 38-Jährige hat das Winterferienprojekt „Die Reise der Schokolade“ für Sechs- bis Zwölfjährige organisiert.

Mit einesm Blick in die Geschichte zeigte sie den 19 Kindern die eigentlichen Kakao-Entdecker, die Azteken. Jetzt geht es noch um den langen Weg von der Kakaopflanze bis zur Tafel Schokolade. Und darum, wie Kakao und Kosmetik zusammenpassen. Theorie ist aber nicht alles: Es bleibt auch genügend Zeit zum Spielen, Erzählen und Ausprobieren – „und natürlich auch zum Naschen“, sagt Becker.

Anmeldungen für das Winterferienprojekt sind nicht mehr möglich. Weitere Infos unter:www.baunatal.de

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