Enger Zeitplan bis zur Eröffnung des Ratio-Landes

Baunatal. 20 Prozent des Ratio-Landes fehlen noch, die Bauarbeiten sind durch den Frost eine Woche im Verzug, Konturen der Läden sieht man zwar, aber noch prägen Rohre, Kisten, Planen und Staubwände das Bild.

Dennoch ist Bauleiter Joachim Jörger sicher: In fünf Wochen, zur Eröffnung am 13. März, wird im neu errichteten Einkaufszentrum mit 50 Geschäften und Gastronomiebetrieben fast alles fertig sein - außer dem 4000 Quadratmeter großen Saturn-Elektronikmarkt, der erst im Sommer an den Start geht.

Dass es Saturn sein wird, bestätigte nun Thomas Stockinger, Prokurist der Ratio Grundstücks GmbH & Co KG (Münster). Auf zwei Etagen wird man dort einkaufen können. Ebenfalls auf zwei Etagen werden die Textilfirmen C&A, Intersport und H&M vertreten sein. Hier stehen bereits - für die Kunden des seit November offenen Ratio-Warenhauses von provisorischen Wänden verdeckt - Glasfronten, die einen ersten Eindruck von den künftigen Läden vermitteln.

Das gesamte Ratio-Land, künftig mit 35.000 Quadratmetern Verkaufs- und Nebenflächen Nordhessens größtes Einkaufszentrum, wartet mit rekordverdächtigen Zahlen auf: 12,5 Kilometer Wasserleitungs- und Heizungsrohre, acht Kilometer Sprinklerrohre und sechs Kilometer Leitungen, die Kälte zu den Tiefkühlbereichen der Lebensmittelanbieter bringen. 13.500 Kubikmeter Beton werden verbaut.

Das Büro Maas und Partner (Münster) plante den Komplex und betreut nun die Bauarbeiten. Besonders stolz ist Bauleiter Jörger auf die 5000 Quadratmeter große Fassade des neuen Ratio-Landes. Sie wird später mittels LED-Leuchten nachts auch in anderen Tönen als dem momentan zu sehenden Grün erstrahlen - bis zu fünf Farben sind möglich.

Ratio-Land: So weit sind die Bauarbeiten

„Erstmals in Europa“ komme eine Riesenwand mit dieser Technik, sagt Jörger. Er verweist auf die unterschiedlich beleuchtete Allianz-Arena, das Stadion von Bayern und 1860 München, das im Vergleich zu Baunatal mit alter Technik arbeitet, nämlich mit Leuchtstofflampen, die weit mehr Strom erfordern.

Allerdings wird die Fassade des Ratio-Landes am 13. März noch nicht fertig sein. Komplett erstrahlen wird sie voraussichtlich erst Ende April.

Stichwort Energie: Mit zwei großen Fotovoltaikanlagen, unter denen sich ein Teil der 1600 Parkplätze befindet, und zwei Blockheizkraftwerken erzeugt Ratio soviel Energie, wie das Einkaufszentrum benötigt. Sie würde 150 Haushalten ein Jahr reichen. Allenfalls in Perioden harten Frostes, wie zurzeit der Fall, werde man etwas mehr Energie benötigen, sagt Jörger.

Wichtig ist den Verantwortlichen auch der Gastronomiebereich links vom Haupteingang des Ratio-Landes. Kuchen, Pizza, Eis, Döner, Nasi Goreng und mehr wird es dort geben, es warten 250 Sitzplätze auf Besucher. Eine Aktionsfläche mit Brunnen entsteht in der Galerie rechts vom Haupteingang. Welches Eröffnungsprogramm dort am 13. März laufen wird, will Ratio aber noch nicht verraten.

Von Ingrid Jünemann

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