Heiße Spur bei Auto-Aufbrüchen

"Erfreuliche Entwicklung": Weniger Straftaten im Bauna-Tal

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Wurde Anfang 2015 fertig: Das neue Polizeirevier Süd-West in Baunatal. Von hier aus werden die Kommunen im Bauna-Tal sowie mehrere Kasseler Stadtteile betreut.  

Baunatal/Schauenburg. Das Leben in Baunatal und Schauenburg ist ein Stück sicherer geworden. Jedenfalls sagen das die Zahlen der Kriminalstatistik des Polizeireviers in Baunatal.

Diese sind von 2015 auf 2016 leicht zurückgegangen. Insgesamt spricht Revierleiter Henning Hinn von einer erfreulichen Entwicklung.

Henning Hinn

„Wir haben in Baunatal und Schauenburg die niedrigsten Fallzahlen seit 2010“, erläutert Hinn im Gespräch mit der HNA. Verzeichnete die VW-Stadt 2015 noch 1047 Delikte – etwa Wohnungseinbrüche, Körperverletzungen und Kfz-Diebstähle – waren es 2016 nur noch 993. In der Gemeinde Schauenburg sank die Zahl der Delikte von 165 auf 149. Schauenburg rangiert bei den hoch gerechneten Fallzahlen im Vergleich mit allen anderen Städten und Gemeinden im Landkreis mit der niedrigsten Quote auf dem letzten Platz.

Eine bessere Ausstattung der Polizei und eine andere Arbeitsweise führen nach Angaben des Revierleiters dazu, dass zudem mehr Fälle aufgeklärt wurden. In Baunatal stieg die Quote der von der Polizei gelösten Fälle von 52,7 auf 57.8 Prozent. In der Ermittlungsgruppe gebe es jetzt feste Zuständigkeiten für Straftatengruppen, erklärt Hinn. Außerdem arbeiteten die ermittelnden Beamten inzwischen alle in Baunatal. Zuvor waren sie teilweise in der Polizeistation an der Rolandstraße in Kassel untergebracht.

Statistik zu den Straftaten in Baunatal. Für die volle Ansicht bitte auf das Bild klicken.

Deutlich zurückgegangen ist in Baunatal die Zahl der Wohnungseinbrüche. Diese sank von 39 auf 22. Die Polizei führt das unter anderem auf eine höhere Aufmerksamkeit in der Bevölkerung zurück. Eine Sonderaktion der Polizei „Wachsamer Nachbar“ mit Schwerpunkt im Leiselfeld und im Mischgebiet Großenritte habe ihren Teil dazu beigetragen, so Hinn. „Das scheint sich auszuzahlen.“ In Schauenburg stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche allerdings von zwei auf sieben an.

Anstieg bei Auto-Aufbrüchen

Probleme bereitet den Beamten seit jüngerer Zeit der Anstieg bei den Auto-Aufbrüchen. Ein Großteil der Taten, die vor allem Autos der Marken BMW und Mercedes betrafen, schlägt allerdings erst in der Statistik für 2017 zu Buche.

Statistik zu den Straftaten in Schauenburg. Für die volle Ansicht bitte auf das Bild klicken.

Hier gibt es Hoffnung für alle Autobesitzer in der Region. Laut Revierleiter Henning Hinn haben die Ermittler eine heiße Spur auf der Suche nach den Tätern. Mehr verrät die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht. Jedenfalls war nach der Häufung der Kfz-Aufbrüche, bei denen es die Täter vorrangig auf Navis, Lenkräder und Airbags abgesehen hatten, eine extra Ermittlungsgruppe mit dem Namen „Carin“ eingerichtet worden. Diese ist jetzt möglicherweise erfolgreich gewesen.

Ein wenig Sorge bereitet den Beamten zudem die Entwicklung bei den Rauschgift-Delikten. Hier verzeichnet die Polizei zwar auch einen Rückgang bei den Taten. Laut Revierleiter sind aber die Konsumenten etwa von Cannabis heute jünger. „Das Klientel ist teilweise zwischen zwölf und 14 Jahre alt.“

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