VW Baunatal: Erster Tag für 219 Azubis

Gut gelaunt: Die 219 jungen Frauen und Männer stellten sich gemeinsam mit Werkleiter Falko Rudolph und Betriebsratschef Carsten Bätzold sowie den Ausbildern zum Foto auf. Fotos: Kühling

Baunatal. „Ich erwarte Berufserfahrung. Und dass ich auch mal Hilfe bekomme und gut geleitet werde." Die Vorstellungen von Jennifer Filbert aus Kassel zu ihrer Berufsausbildung bei VW sind schon ziemlich präzise.

Die 16-Jährige aus dem Kasseler Stadtteil Waldau ist eine von insgesamt 219 jungen Frauen und Männern, die am Dienstag in ihre Berufsausbildung im VW-Werk Kassel in Baunatal starteten.

Durch Eltern und weitere Verwandte, die im Werk arbeiten, habe sie von der Ausbildung gehört, berichtet Jennifer Filbert weiter. Und während ihrer Schulzeit an der Offenen Schule Waldau habe sie an einer Berufsberatung teilgenommen, bei der VW vertreten war. Das alles führte bei der jungen Kasselerin schließlich zur Bewerbung auf eine Ausbildung als Zerspanungsmechanikerin.

Anteil der Frauen wächst: Natalie Czyganowsky aus Altmorschen (links) und Jennifer Filbert aus Kassel gehen in Berufe, bei denen man auch mal anpacken muss.

Immer mehr Frauen stehen zwischen den Maschinen in der VW-Akademie und lernen einen Beruf, bei dem man auch mal anpacken muss. 69 sind es insgesamt in diesem Ausbildungsjahrgang. Der Zweig von Jennifer Filbert ist dazu noch etwas ganz Besonderes. Bei den Zerspanungsmechanikern haben die weiblichen Lehrlinge laut Werkleiter Falko Rudolph sogar die Oberhand. Neun von 16 neuen Azubis in diesem Zweig sind weiblich, auch wenn es hier etwa um das Herstellen von Dreh- und Frästeilen und das Einrichten von Maschinen geht.

Auch Natalie Czyganowsky aus Altmorschen (Schwalm-Eder-Kreis) hat sich beworben und einen Platz als angehende Elektronikerin für Automatisierungstechnik bekommen. „Ich habe vor zwei Jahren ein Praktikum hier gemacht“, berichtet die 16-Jährige. „Außerdem arbeitet mein Bruder bei VW.“ Filbert und Czyganowsky erzählen auch vom Ansehen, das eine Ausbildung bei VW genießt. Und dass man sich als junge Frau dafür entscheide, sagt Natalie, sei für ihre Klassenkameraden nichts Ungewöhnliches gewesen, sondern „ganz normal“ .

Die Ausbildung bei VW wirkt mittlerweile auf viele junge Menschen wie ein Magnet. Nach Angaben Rudolphs kommen die Frauen und Männer aus über 50 Gemeinden nach Baunatal. „Die Wegstrecke liegt zwischen null und 320 Kilometern. Es ist nicht alles vor der Haustür“, betont der Werkleiter.

Das Alter der Neustarter liegt zwischen 15 und 31 Jahren. 50 Prozent der Bewerber haben Abitur, der Rest Haupt- oder Realschulabschluss. „Mit ihrer schulischen Leistung haben Sie Ihre Eingangsvoraussetzung erfüllt“, sagte Rudolph in Richtung der neuen Azubis. „Sie gehören zu den Besten. Wir hatten wesentlich mehr Bewerber.“ Und Betriebsratschef Carsten Bätzold ergänzte die motivierenden Worte: „Viel besser kann man es nicht treffen, als bei so einem Unternehmen anzufangen.“

Und das sind die Berufe

Das sind die Berufe, für die es eine Ausbildung in der Volkswagen-Akademie im VW-Werk Kassel in Baunatal gibt:

Kaufmann für Büromanagement, Elektroniker für Automatisierungstechnik, Fachkraft für Lagerlogistik, Gießereimechaniker Fachrichtung Druck- oder Kokillenguss, Industriemechaniker, Mechatroniker, Werkzeugmechaniker und Zerspanungsmechaniker.

Ab dem nächsten Jahr gibt es erstmalig eine Ausbildung zum Feuerwehrmann. Schließlich gibt es an dem nordhessischen Standort eine Werkfeuerwehr mit 47 hauptamtlichen Feuerwehrleuten.

Außerdem gibt es ein Duales Studium. Dabei wird ein klassisches Studium mit einer Berufsausbildung im VW-Werk kombiniert.

Bewerbungen für das Ausbildungsjahr ab September 2016 nimmt der Konzern an bis zum 31. Oktober 2015.

Bewerbungen sind nur noch online über das Internet möglich unter: 

www.volkswagen-karriere.de

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