Familiäre Ausbildung im großen VW-Konzern: 27 Azubis in Baunatal

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Ersatzteile für VW fest im Griff: Auslerner Marvin Heerdt (von links), die angehende Fachkraft für Lagerlogistik Dilara Bektas und Ausbildungsleiterin Jana Fischer stehen auf einer Plattform oberhalb der Versandhalle im Baunataler Original-Teile-Center (OTC).

Baunatal. Die OTLG beliefert aus den Original-Teile-Centern (OTC) von Volkswagen insgesamt 4000 Autohändler in Deutschland und Dänemark. 27 Azubis sind bei der Gesellschaft in Baunatal beschäftigt.

Die Gesellschaft ist eine eigene Firma im großen VW-Konzern.

„Ich finde es top, dass man hier nicht einer von tausend ist. Das ist mir wichtig.“ Dilara Bektas lobt die Ausbildung bei der Original Teile Logistik GmbH (OTLG) in Baunatal vor allem wegen der familiären Struktur. Und Kollege Marvin Heerdt (23) ergänzt: „Man ist als Azubi hier keine Nummer. Jeder ist im Unternehmen bekannt.“ Heerdt hat den Beruf des Groß- und Außenhandelskaufmanns gelernt und jetzt eine feste Stelle im Personalwesen bekommen.

Die OTLG beliefert aus den Original-Teile-Centern (OTC) von Volkswagen insgesamt 4000 Autohändler in Deutschland und Dänemark. 27 Azubis sind bei der Gesellschaft in Baunatal beschäftigt, die eine eigene Firma im großen VW-Konzern ist.

„Es wird sich hier um einen gekümmert“, sagt die 22-jährige angehende Fachkraft für Lagerlogistik aus Kassel weiter. „Das Gute ist, dass man gefördert wird bei dem, was einem wirklich liegt.“

Die Gesellschaft, die in Baunatal eines von sieben deutschen Vertriebszentren und ihre Zentrale unterhält, bildet in mehreren Berufen aus. Neben dem Fachlageristen und den Informatikkaufleuten beispielsweise gibt es auch junge Frauen und Männer, die eine Ausbildung und ein Studium kombinieren. In Projekten, etwa bei der Vorbereitung von Messeständen und beim Dreh von Werbefilmen, arbeiteten alle zusammen. „Das ist total gemischt“, erläutert Dilara. Abiturienten, Haupt- und Realschüler zögen an einem Strang.

Ausbildungsleiterin Jana Fischer passt bestens in das junge Bild der OTLG-Azubis. Mit 26 Jahren ist die Fritzlarerin erstens ebenfalls noch sehr jung. Und zweitens hat sie vor wenigen Jahren selbst eine Ausbildung in der OTLG absolviert. Fischer nennt zusätzliche Pluspunkte einer Ausbildung bei dem Logistiker. Schon vor dem ersten Tag starte man mit der Integration der neuen Azubis in den Betrieb. Auch die Familien lade man zum Kennenlernen ein. Und: Wer wolle, könne einen Teil seiner Ausbildung im Ausland verbringen. „Es ist wichtig, dass man über den Tellerrand guckt.“

Voll bepackt: Von Baunatal aus starten die Transporter mit Ersatzteilen zu zahlreichen VW-Händlern der Region.

Dazu gehört laut Fischer auch, dass die Azubis während ihrer Lehre ein Praktikum bei einem Autohaus absolvieren. Das Unternehmen profitiere davon, dass die Auszubildenden von den Kunden Ideen und Arbeitsweisen wieder mit zurückbringen.

Und dann sind da noch die sogenannten „Jungen Wilden“. Marvin Heerdt gehörte während seiner Ausbildung zu der Gruppe, die aufgrund ihrer Leistung besonders gefördert wird. Unter anderem habe er Schulungen für Auszubildende an anderen deutschen Standorten gehalten. Und er habe sich vor dem OTLG-Management in Baunatal vorstellen müssen. Dank ausreichend Vorbereitungszeit sei das alles aber nicht so dramatisch gewesen, sagt der 23-jährige Edermünder selbstbewusst. Und dann kommt Dilara Bektas noch mal auf das Betriebsklima zurück: „Die Atmosphäre ist gut, wir machen auch viel privat zusammen. Das ist alles ganz locker.“

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