SPD-Vize plauderte in Baunatal über Ziele im Bundestagswahlkampf

Familienministerin Schwesig auf der Knallhütte: Schmandschnitzel und kostenfreie Kita

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Engagiert im Gespräch: Wenn es um die Familienpolitik geht, zeigt Manuela Schwesigs Gesichtsausdruck Durchsetzungsstärke.  

Baunatal. Manuela Schwesig erkundigt sich zunächst über das Treberbrot – eine Spezialität im Brauhaus Knallhütte. Dann bestellt die Bundesfamilienministerin doch ein hessisches Schmandschnitzel.

Bevor die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende am Samstag zum SPD-Familienfest nach Elgershausen aufbrach, stärkte sie sich auf Einladung des Bezirskvorsitzenden Manfred Schaub in Rengershausen und kam mit den Genossen aus der Region und der HNA ins Plaudern über die Ziele der Sozialdemokraten im Bundestagswahlkampf.

Sicherheit im Vordergrund

Nach Auffassung Schwesigs werden viele soziale Themen derzeit überstrahlt von der Sicherheitspolitik. „Bei der Sicherheit müssen wir Klarheit und Haltung zeigen“, sagt die 42-Jährige. Dann gelte es aber wieder, soziale Themen in den Vordergrund zu rücken. Die Themen der Familien.

Die Schwerinerin will, dass der Kita-Besuch bundesweit gebührenfrei wird. Bis auf Hessen seien alle anderen Länder für eine bundesweite Regelung, betont Schwesig. „Ich weiß auch nicht, warum Hessen da nicht mitmacht.“

Auch müsse das Steuerrecht verändert werden, sagt sie. Es gebe heute ganz unterschiedliche Formen des familiären Zusammenlebens. Neben dem Ehegattensplitting, das ja durchaus bestehen bleiben könne, müsse ein Familientarif eingeführt werden. „Wir müssen Familien besser stellen, die Kinder haben.“ Jeder wisse, dass die Kosten deutlich steigen, wenn Kinder da sind. „Es muss für die Kinder was übrig bleiben.“

Plauderten in lockerer Runde auf der Knallhütte: Bundestagsabgeordnete Ulrike Gottschalck, Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig , Bundestagskandidatin Esther Dilcher und SPD-Bezirkschef Manfred Schaub sowie (nicht im Bild) Landrat Uwe Schmidt. 

Kostenfreie Kita-Plätze und ein familienfreundliches Steuerrecht – „ich will, dass diese beiden Sachen auch beschlossen werden“, sagt die Ministerin.

Manuela Schwesig hat selbst zwei Kinder. Julian (10) und Julia (sieben Monate) sehen die Mama an diesem Samstag allerdings nicht mehr. Nach dem Besuch der Knallhütte und des Familienfestes der SPD im Schauenburger Elgerhaus bricht sie auf zu zwei Neujahrsempfängen nach Bayern.

Viele Termine

„Ich fahre dann aber in der Nacht noch nach Hause“, sagt sie. Vor zwei, drei Uhr komme sie nicht in Schwerin an. „Ich will aber morgen definitiv ausschlafen. Und dann mit der Familie frühstücken.“ Am Sonntag macht Schwesig keine Termine, der Tag gehört der Familie der Familienministerin.

Mittelfristig will Schwesig in Deutschland eine einheitliche Ausbildung in den Bereichen Alten- und Krankenpflege erreichen. „Wir müssen das zu einem Beruf und einer Ausbildung machen“, sagt die 42-Jährige. Und dann blickt sie noch ein Stück weiter in die Zukunft: Auch eine einheitliche Ausbildung für Erzieher solle kommen, eingebunden in ein duales System, bestehend aus Ausbildung im Betrieb und Berufsschule.

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