Energieversorger investiert 3,5 Millionen Euro in sein Firmengebäude

EAM-Fassade in Baunatal erhält perlgraues Gesicht

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„Großhirn“ des Baunataler EAM-Standorts: Jörn Thies (von links) und Michael Wagner in der Netzleitstelle. Diese Abteilung wird als einzige in die Firmenzentrale nach Kassel umziehen.

Baunatal. Neben der Firmenzentrale in Kassel ist Baunatal der größte und wichtigste Standort des regionalen Energieversorgers EAM.

In dem aus zwei Flügeln bestehenden Gebäude an der Johann-Siegmund-Schuckert-Straße arbeiten 140 Beschäftigte und 60 gewerbliche Auszubildende. Die Stromnetze der EAM, an der die Stadt beteiligt ist, werden von hier aus gesteuert.

Nun will das Unternehmen in kommunaler Hand das bis zu siebenstöckige Gebäude zukunftsfest machen. Für rund 3,5 Millionen Euro soll bis August nächsten Jahres die Fassade erneuert werden. Die EAM erhofft sich dadurch deutliche Energieeinsparungen, ein schöneres Erscheinungsbild und bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter. Der Startschuss soll schon nächsten Monat fallen.

Im Sommer sehr heiß

EAM-Fassade erhält neues Gesicht: Matthias Krüger (Architekturbüro RSE, von links), Andrea Vialon (EAM), Erste Stadträtin Silke Engler, EAM-Geschäftsführer Georg von Meibom und Thomas Frauenkron präsentierten die Pläne für die energetische Sanierug des Baunataler EAM-Gebäudes (im Hintergrund).

Das mehr als 30 Jahre alte Gebäude mit seiner Klinkerfassade und den Holzfenstern ist renovierungsbedürftig. Im Sommer werde es in den Räumen recht heiß, sagt Agnes Bialon, Leiterin Hochbau bei der EAM. Die Gebäudehülle enthalte asbesthaltige Stoffe, die fachgerecht entsorgt würden, sagte Matthias Krüger vom Kasseler Architekturbüro RSE, das die neue Fassade entworfen hat. Diese wird eine Wärmeschutzdämmung erhalten, auf die perlgraue, von hinten belüftete Tonziegelplatten montiert werden.

Außerdem erhält die Fassade neue Fenster mit Aluminium-Profilen. Schon vor zwei Jahren hatte das Unternehmen, das damals noch Eon Mitte hieß, die alte Heizung durch ein Blockheizkraftwerk ersetzt. Insgesamt sollen jährlich 150 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid eingespart werden. Zur erwarteten Einsparung an Wärmeenergie machte EAM keine Angaben. Der Dämmwert liege um 30 Prozent unter den gesetzlichen Vorgaben, heißt es weiter.

Flagge zeigen für Neukunden 

Facelifting für die Fassade: Im Eingangsbereich des EAM-Gebäudes werden in etwa sechs Wochen die Renovierungsarbeiten beginnen.

EAM-Geschäftsführer Georg von Meibom geht es bei dem Projekt auch darum, Flagge für mögliche Neukunden des Unternehmens zu zeigen. „Baunatal ist ein attraktiver Vertriebsstandort. Wir nehmen eine zunehmende Frequenz in unserem Service-Büro wahr“, sagte er, nannte allerdings keine Zahlen.

Baunatals Erste Stadträtin Silke Engler zeigte sich bei der Vorstellung des Projekts hocherfreut über das EAM-Vorhaben. Damit würden die Anstrengungen der Stadt unterstützt, die City weiter aufzuwerten.

Die Renovierung soll in mehreren Bauabschnitten während des laufenden Betriebs von statten gehen. Nur die zentrale Netzleitstelle, laut Meibom das „Großhirn“ des Unternehmens, wird für die Bauzeit in die Monteverdistraße nach Kassel umziehen.

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