Das Herzstück ist im Keller

Feuerwehr Baunatal stellte neuen Stützpunkt vor 

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Moderne Technik: Arnold Scherb (rechts) ist hauptamtlicher Gerätewart bei der Baunataler Feuerwehr. Er zeigte den Gästen, wie die neue Schlauchpflege-Anlage alle Arbeiten von der Reinigung bis zum Aufwickeln selbstständig übernimmt.

Baunatal. Nach 22 Monaten Bauzeit kann sich der Feuerwehrstützpunkt der Baunataler Brandschützer sehen lassen.

Nach Investitionen von 4,3 Millionen Euro wurde das modernisierte und erweiterte Gebäude am Samstag von der Stadt an die Wehr übergeben. Zuschüsse gab es vom Land Hessen sowie dem Landkreis Kassel. Nach dem offiziellen Teil durften die Bürger bei Führungen durch die Brandschützer das Gebäude begutachten. Der Keller des dreistöckigen Gebäudes wurde während der Bauarbeiten komplett umstrukturiert. Neben einem Fitnessraum mit neuen Geräten befindet sich im Untergeschoss auch das Herzstück der Wehr: die modernisierte Atemschutzstrecke. Darauf sind die Brandschützer besonders stolz. Diese wird nicht nur von den Baunatalern, sondern auch von anderen Wehren genutzt. Dank modernster Technik können die Atemschutzübungen bestens auf Monitoren überwacht werden. in einem Gitterraum - der Übungsstrecke - müssen die Brandschützer Hindernisse wie enge Rohre und Rollbretter überwinden, und dass alles mit Ausrüstung von 25 Kilogramm Gewicht. „Die Atemschutzstrecke ist der absolute Höhepunkt des Neubaus“, verriet Pressesprecher und Brandschützer Mirko Baum. Der Raum könne auf 60 Grad hochgeheizt werden. Außerdem käme eine Lichtanlage zum Einsatz und Geräusche wie Kindergeschrei könnten eingespielt werden. Damit teste man die psychische Belastung der Kameraden, erläuterte er. Neu ist auch die Anlage zur Schlauchpflege. „Die Maschine übernimmt die Reinigung, die Prüfung auf Defekte sowie das Aufwickeln ganz automatisch“, erklärte Arnold Scherb, hauptamtlicher Gerätewart. Auch die schwarz-weiß Trennung, die verschmutzte Schläuche und Ausrüstung von sauberem Material trennt, hat es bisher so nicht gegeben. Dies sind nur einige der Neuerungen, mit denen die Brandschützer zukünftig für die Sicherheit der Bürger sorgen wollen. Im Erdgeschoss befinden sich die Arbeitsplätze für die Hauptamtlichen sowie das Büro des Wehrführers. Im Obergeschoss gibt es neben einem Aufenthaltsraum auch den Lehrsaal und einen Jugendraum. In der Fahrzeughalle, die jetzt grün gestrichen ist, wurden neben der Beleuchtung auch die Tore komplett erneuert. Außerdem hat das komplette Gebäude einen neuen Anstrich in anthrazit bekommen.

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