Umbau

Gefährliche Kreuzung in Großenritte soll Kreisel werden

Stark befahren: Auf der Kreuzung von Besser Straße und Niedensteiner Straße (Mitte) herrscht häufig reger Verkehr. Vor allem Lkw haben Mühe, die engen Kurven zu bewältigen. Das Haus rechts im Hintergrund hat die Stadt gekauft – auch als mögliche Raumreserve für einen Kreuzungsumbau. Foto: Dilling

Baunatal. Die Diskussion über eine Entschärfung der Kreuzung Niedensteiner Straße/Besser Straße zieht sich seit Jahren hin. Schon vor rund vier Jahren hatte sich die SPD für den Umbau zu einem Kreisverkehr stark gemacht.

2017 könnte die Sache Schwung bekommen: Die Stadt soll nach dem Willen der Stadtverordneten und auf Antrag der SPD ein Verkehrsgutachten erstellen lassen, dass neue Argumente für einen Umbau der Kreuzung liefern könnte. 20 000 Euro sind dafür im aktuellen Haushalt eingestellt. Von dem Geld soll außerdem eine Planung erstellt werden.

Die Hürde, an der das Projekt zum Umbau bisher scheiterte, ist vor allem das Geld: Der Bau eines Kreisverkehrs auf der bisher durch Vorfahrtszeichen und Stopp-Schilder geregelten, engen Kreuzung dürfte einen Betrag erreichen, der deutlich im sechsstelligen Bereich liegt. Ohne Zuschüsse kann auch eine Stadt wie Baunatal solch eine Maßnahme kaum stemmen.

Beteiligung von Hessen Mobil

Theoretisch müsste sich Hessen Mobil an den Kosten beteiligen, weil die Niedensteiner Straße in diesem Bereich Landesstraße ist. Doch die Behörde hat schon vor einem Jahr abgewunken. Die Kreuzung gelte nicht als Unfallschwerpunkt. Nach den Kriterien der Polizei ist sie dies auch nicht. Allerdings kam es auch 2016 zu mehreren Unfällen, zuletzt wurden im Oktober dieses Jahres auch Personen verletzt.

Der Gutachter wird sich wahrscheinlich auch mit der Frage beschäftigen müssen, ob die Fläche im Einmündungsbereich der beiden Straßen überhaupt ausreicht, um einen Kreisverkehr einzurichten.

Zwar hat die Stadt im Vorfeld schon ein Haus auf einer Seite der Kreuzung angekauft, das momentan als Notschlafstelle für Obdachlose dient. Doch gegenüber hat der Getränkemarkt Hadwiger seine Parkplätze. Dessen Besitzer hat schon in der Vergangenheit signalisiert, dass er einem Kreisel skeptisch gegenüberstehe und im Übrigen die Einstellplätze für seine Kunden benötige.

Andere Projekte

Falls das Gutachten tatsächlich neue Argumente bringt, die das Land als Zuschussgeber ins Boot holt, werden bis es zum ersten Spatenstich an der Kreuzung aber wahrscheinlich noch mindestens zwei Jahre ins Land gehen. Denn zuerst will die Stadt die Straße „Unter den Linden“ sanieren und im Bereich des Dorfplatzes Kanäle sanieren.

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