Ehemaliger Werkleiter Falko Rudolph wurde am Mittwoch beurlaubt

Fürs Erste übernimmt Gerd Hahn die VW-Werkleitung in Baunatal

Baunatal. Gerd Hahn (50), Leiter der Gießerei im VW-Werk Kassel in Baunatal, übernimmt kommissarisch die Werkleitung.

Gerd Hahn.

Am Mittwoch war bekanntgeworden, dass Falko Rudolph (50) wegen des Abgasskandals beurlaubt worden ist. Aus der Wolfsburger Konzernzentrale hieß es am Mittwoch knapp: „Personalspekulationen kommentieren wir grundsätzlich nicht.“ Vergangene Woche war Rudolph von der Konzernrevision befragt worden. Diese untersucht die Abgas-Manipulationen.

Rudolph hatte im Mai 2014 die Leitung des Werkes übernommen. Der Diplom-Ingenieur gilt als Vater des Doppelkupplungsgetriebes, von November 2006 bis 2010 leitete er die Entwicklung der Dieselmotoren bei VW.

Posten für Hahn nicht neu

Artikel aktualisiert
um 16.32 Uhr.

Der Posten des kommissarischen Werkleiters ist für Hahn nicht neu. Er hat Rudolph bereits in Urlaubszeiten oder während anderer Abwesenheiten vertreten. Mit der Position des Werkleiters benennt VW grundsätzlich auch einen Stellvertreter. Dies steht in keinem Zusammenhang mit der Beurlaubung von Rudolph. Werksprecher Heiko Hillwig ist sicher, dass VW mit Hahn „weiterhin intensiv daran arbeitet, die hohen Bestelleingänge auf unsere innovativen Produkte auftragsgerecht zu erfüllen.“

Hahn, der seit 2011 für VW die größte Gießerei Europas mit rund 1230 Mitarbeitern leitet, stammt aus der Region. Mit seiner Frau lebt er in Niedenstein im Schwalm-Eder-Kreis. Hahn selbst stand am Donnerstag für ein Gespräch nicht zur Verfügung.

Größter Arbeitgeber Nordhessens

Mit gut 16.000 Beschäftigten ist das Werk Kassel der größte Arbeitgeber Nordhessens. Die Fabrik sorgt vor allem für Getriebe und alternative Antriebe, bereitet aber auch alte Motoren und Getriebe auf.

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