Geringerer Gewinn bei Raiffeisenbank Baunatal

Baunatal. Niedrige Zinsen und die Zurückhaltung der Anleger bei Wertpapiergeschäften drücken bei der Raiffeisenbank Baunatal auf die Erträge. Hinzu kommt ein scharfer Wettbewerb um das Geld der Kunden, die auch von Großbanken mit günstigen Anlage-Konditionen umworben werden.

Das genossenschaftliche Geldinstitut mit rund 18.000 Mitgliedern konnte 2011 zwar die Bilanzsumme um 1,77 Prozent auf 503,3 Millionen Euro steigern, musste bei den wichtigen Einnahmequellen Zins- und Provisionsüberschuss aber Federn lassen. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 2,3 Millionen Euro nach 2,8 Millionen Euro im Jahr 2010.

Den Mitgliedern wird auf ihre Anteile einschließlich Bonus eine Dividende von sechs Prozent vorgeschlagen. Im Vorjahr waren es 7,5 Prozent gewesen, weil die Bank anlässlich ihres 125-jährigen Bestehens einen Sonderbonus ausgeschüttet hatte. Für das laufende Jahr rechnet der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank, Claus-Rüdiger-Bauer, mit einem Ergebnis unter dem Vorjahresniveau.

Denn die Bank verdient unter anderem daran, dass sie Geld billiger leiht als verleiht. Diese Zinsspanne schrumpft jedoch, die Gewinnmarge wird geringer. "Das wird alle Regionalbanken treffen", sagte Bauer bei der Vorlage der Bilanzzahlen am Donnerstag in Baunatal. Denn sie sind nicht im selben Maße wie die großen Geschäftsbanken im ertrag- aber risikoreicheren Investmentbanking aktiv. Diese Zurückhaltung macht sich jedoch auf andere Weise bezahlt. Abschreibungen auf Schrott-Wertpapiere blieben der Raiffeisenbank erspart. "Wir haben nicht ein toxisches Papier und nicht ein Länderrisiko" im Portfolio, sagte Bauer. (wll)

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