Erschließung und Vermarktung in Großenritte

Baugebiet „Weißes Feld": Erstes Grundstück ist verkauft

Im neuen Baugebiet „Weißes Feld“ entstehen 41 Bauplätze: Das Areal nördlich des Trinewegs wird derzeit erschlossen. Die Arbeiten sollen im Mai 2015 fertig sein. Foto: Prall / Montage Köberich Foto: Infografik

Baunatal. Die Erschließung und Vermarktung des Baugebiets „Weißes Feld" in Großenritte geht planmäßig voran. Vor wenigen Tagen habe der erste Termin zur Beurkundung eines Grundstückkaufvertrages für eines der 41 Grundstücke stattgefunden.

„Die nächsten Termine folgen in 2015", so der Pressesprecher der Stadt Baunatal, Thomas Briefs.

Auf Anfrage der HNA teilte Briefs mit, die Arbeiten durch die Stadtwerke und andere Versorgungsträger wie Telekom und Eon seien abgeschlossen. Im nächsten Schritt werde die Baustraße geschottert und ab kommender Woche asphaltiert. „Die Restarbeiten sollen bis Januar 2015 erledigt sein“, so Briefs.

Nach der Fertigstellung der Baustraße könnten die Grundstückseigentümer mit ihren Bauvorhaben beginnen - spätestens aber zwei Jahre nach der Beurkundung. Ein Quadratmeter des Baulandes kostet 124,90 Euro zuzüglich der Anschlusskosten, die sich laut Briefs durchschnittlich für den Kanal auf 2000 Euro, für Wasser auf 1700 Euro belaufen.

Vergabe nach Quote 

Auch das Vergabeverfahren für die 238 bis 775 Quadratmeter großen Bauplätze ist inzwischen vorangeschritten. Die Stadt Baunatal hatte entschieden, die Grundstücke nach dem Einheimischenmodell zu vergeben. Demnach erhalten 30 Prozent der Plätze Großenritter, 40 Prozent übrige Baunataler und 30 Prozent Auswärtige. Das hatte Diskussionen über die Rechtmäßigkeit dieser Quotierung ausgelöst.

Unter deren Berücksichtigung konnten nach Angaben der Stadt Baunatal bei der jüngsten Stadtverordnetensitzung für Interessenten aus Großenritte beziehungsweise aus den anderen Baunataler Stadtteilen zwölf beziehungsweise 17 Bauplätze gefunden werden. Lediglich acht der zwölf vorgesehenen Grundstücke hätten an auswärtige Bewerber vergeben werden können. „Ursache hierfür war häufig, dass das Wunschgrundstück nicht mehr verfügbar war“, heißt es dazu in der Beschlussvorlage. Der Magistrat habe daraufhin entschieden, die vier übrigen Grundstücke in der ursprünglichen Reihenfolge der Bewerber auf der Bewerberliste zu vergeben. Vorgesehen sei nun der Verkauf von 16 Bauplätzen an Großenritter, von 19 Bauplätzen an Interessenten aus anderen Baunataler Stadtteilen und von nur sechs Grundstücken an Auswärtige.

Vor dem Hintergrund der Diskussion um die Vergabe nach dem Einheimischenmodell hatte die SPD-Stadtverordnete Maritta Bachmann die Frage nach der Verteilung ohne die umstrittene Quotierung gestellt. Laut Rathaus hätte die Auswertung der 667 Bewerbungen in dem Fall 15 Bauplätze an Interessenten aus Großenritte, 20 Bauplätze an Interessenten aus den anderen Baunataler Stadtteilen und sechs Bauplätze an Auswärtige ergeben.

Keine Klagen erwartet 

Diese Verteilung weicht demnach nur geringfügig von derjenigen unter Berücksichtigung des Einheimischenmodells ab. Dementsprechend schätzt Pressesprecher Briefs auch das Risiko, dass es zu Klagen aufgrund der Bauplatz-Quote kommt, als äußerst gering ein.

Von Nicole Schippers

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