Großenritter Jecken feiern ausgelassen Jubiläum

Rund und bunt: die Tänzer der Rittergarde fegten als bunte „Smärties“ über die Bühne. Fotos: Uminski

Baunatal. Wie man einen Geburtstag gebührend feiert, zeigten am Samstagabend die Großenritter Narren bei der Prunksitzung der Carnevals Gemeinschaft (GCG) in der Kulturhalle.

Mit einem bunten Programm feiern die Baunataler Jecken die karnevalistische Tradition, die die GCG seit 66 Jahren pflegt. In diesem Jahr steht „6 mal die 11“ im Mittelpunkt des Vereins, der sein karnevalistisches Jubiläumsjahr feiert.

Fühlt auf den Zahn: Dr. med. dent. Franz Höllenqual präsentierte bei der Prunksitzung in seiner Bütt seine Sicht auf die Dinge als Rächer unterdrückter Männer.

Bei so einem festlichen Anlass lohnte sich auch ein kleiner Rückblick in Vereinsgeschichte. „Wir waren 19 Mal Deutscher Meister“, sagt GCG-Präsidenten Josef Dietrich. 66 Jahre Karneval in Baunatal heißt, „Zum Frohsinn gibt es keine Alternative, so Dietrich weiter.

Den Programmauftakt machten die kleinsten Tänzer der GCG, die mit ihren arabischen Tänzen als Purzelgrade die Gäste verzückten. Viel Beifall erhielten die Ritter-, Prinzen und Stadtgarde mit ihren Marschtänzen. Rund und bunt ging es beim Schautanz der Rittergarde zu, deren Tänzerinnen sich als „Smärties“ verkleideten. Mit ihrem Schautanz „Deutschland - eine faszinierende Reise“ begeisterte die Prinzengarde das Publikum. Sehr viel Beifall bekam auch die Stadtgarde für ihre tänzerische Leistung in „Ist das Kunst oder kann das weg?“. Anastasia Konstanz faszinierte die Gäste als Tanzmariechen. Zur Freude des Vereins gab es noch vom Förderkreis „Club der 111er“ einen Check in Höhe von 6111 Euro, der der Jugendarbeit der GCG zugutekommt.

Nach einer Laudatio und dem Verlesen der 11 Paragrafen übergab Bürgermeister Manfred Schaub den Rathausschlüssel an die Baunataler Jecken. Doch dieses Mal fiel es dem Rathauschef nicht schwer, den Schlüssel abzugeben. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass an den neuen Türen so ein Schlüssel nicht mehr passt.“ Kritisch und mit einer großen Portion Humor nimmt Berthold Krug in seinem Protokoll das Zeitgeschehen des vergangenen Jahres unter die Lupe. Auch der Schilderurwald in Baunatal ist ihm nicht entgangen. „Nur vom Scirocco-Kreisel bis bloß zum Aldi-Kreisverkehr - es klingt nach Rekord, 180 Schilder dort.“

Dr. med. dent. Franz Höllenqual alias Franz Klein fühlte mit seiner Bütt den Menschen auf den Zahn. Für Lachsalven sorgte auch das Männerballett. Die Faltenmariechen zeigten ihren humorvollen Blick auf das Bahnsteig-Leben. Als singender Clown riss Wolfgang Preuß die Gäste von ihren Stühlen, ebenso wie Babsi und die Schlagerboys, die mit ihren bekannten Schlagerhits für Stimmung im Saal sorgten. Das Prinzenlied und der Ehrentanz der Tollitäten beendeten den Jeckenabend in der Kulturhalle.

Von Johanna Uminski

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