Hunderte neue Wohnungen im Baunsberg-Quartier geplant

Das Baunsberg-Quartier erblüht: Christian Wedler (Zweiter von links) und seine Mitarbeiter verteilten am Wochenende 1500 Stiefmütterchen an die Mieter. Joulina (10, von links), Jason (3) und Sabrina Dippel wollen sie auf den Balkon und vor die Haustür pflanzen. Foto: Dilling

Baunatal. Aufbruchstimmung in Baunatal: Schon 2016 könnte der Startschuss für die ersten von Hunderten neuen Wohnungen am Baunsberg fallen.

Sie sollen oberhalb der Akazienallee und im vorhandenen Wohnpark zwischen der Akazien-, Birken- und Lindenallee errichtet werden. So sieht es der Entwurf vor, den die Stadt am Wochenende im Stadtteilzentrum Baunsberg vor 120 Besuchern vorstellte.

Mit im Boot wird auf jeden Fall die Wohnungsgesellschaft GWH sein, die am Baunsberg nach dem Ankauf der Gagfah-Miethäuser bereits 750 Wohnungen besitzt. Für eine Zusammenarbeit mit weiteren Wohnungsgesellschaften, beispielsweise der Soka Bau, sei man offen, sagte Christian Wedler, Geschäftsstellenleiter der GWH in Kassel. Die Soka Bau besitzt in Nachbarschaft zur GWH ebenfalls eine Reihe von Mietwohnungen am Baunsberg.

Allein oberhalb der Akazienallee, neben dem markanten Hochhaus, wird Wohnraum für 200 bis 250 Menschen geschaffen werden. Geplant sind vorläufig acht drei- und viergeschossige Gebäude sowie ein fünfgeschossiges Haus in L-Form im Eingangsbereich des neuen Wohnquartiers an der Akazienallee. Die Wohnungen sollen „bezahlbar, barrierefrei und den Blick zum Baunsberg offen halten“, sagte Volker Klokow von der Stadt Baunatal. Der unverstellte Blick auf den Baunsberg ist vielen Anwohnern wichtig, das wurde in der Diskussion deutlich. Das wolle die Stadt auch umsetzen, sagte Erste Stadträtin Silke Engler. „Wir möchten bezahlbaren Mietwohnungsbau“, erklärte sie weiter. Investoren, die dieses Ziel teilen, erhielten den Vorrang.

Die dem neuen Quartier benachbarte Friedrich-Ebert-Schule stellt sich schon auf den Zuzug von Familien ein: Der Bau von zwei weiteren Unterrichtsgebäuden sei in Planung, sagte Schulleiter Helmut Ellenberg. Bürgermeister Manfred Schaub bestätigte auf HNA-Anfrage, dass bereits Gespräche zwischen der Stadt und dem Landkreis Kassel laufen.

Baurecht ist für das neue Quartier an der Akazienallee bereits absehbar. Die Einspruchsfrist für den Bebauungsplan endet am 11. Mai. Für den Bau zusätzlicher Mietshäuser im GWH-Areal an der Birkenallee wird es einen längeren Planungsprozess geben, den die Stadt in Zusammenarbeit mit der GWH und im Rahmen eines Beteiligungsprojekts mit Baunsberg-Bewohnern aller Generationen gestartet hat.

Als eine Art Leuchtturm will die GWH am liebsten schon nächstes Jahr ein erstes Mietshaus an der Birkenallee errichten, sagte Wedler. Rudi Becker vom Sozialverband VdK sagte, viele ältere Baunsberg-Bewohner würden gern in kleinere Wohnungen umziehen, fürchteten aber hohe Mehrkosten. Da lasse die GWH im Einzelfall mit sich reden, versprach Wedler.

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