Kommunales Bauprogramm

In Baunatal sollen 150 günstige Wohnungen in fünf Jahren entstehen

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Mehr Wohnungen sollen in Baunatal entstehen: Die Stadt fördert Investoren mit einem eigenen Programm. Das Foto oben entstand zu Beginn der Arbeiten im Baugebiet am Stadtpark. 

Baunatal. In der Stadt Baunatal sollen in den nächsten fünf Jahren 150 barrierefreie Wohnungen entstehen. Investoren werden durch zins- und tilgungsfreie Darlehen aus dem Rathaus unterstützt. 

Das zumindest sehen die von der Stadt überarbeiteten „Richtlinien zur Förderung des Mietwohnungsbaus“ vor.

Insbesondere soll der Bau von kleinen Wohnungen sowie von Vier- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen für Familien mit Kindern gefördert werden. Neu ist, dass die Darlehen von maximal 20 000 Euro pro Wohneinheit zins- und tilgungsfrei sind. Erst nach 20 Jahren entscheidet die Stadt, ob das Geld zurückgezahlt werden muss. Laut Bürgermeister Manfred Schaub stellt die Stadt insgesamt 3 Millionen Euro für den Wohnungsbau bereit.

Die neue Fassung der Förderrichtlinie lässt den Investoren zudem etwas mehr Spielraum bei der Gestaltung des Mietzinses. Bisher sah die Verordnung einen Höchstsatz von 6 Euro pro Quadratmeter vor. Jetzt gilt ein Maximalsatz von 6,70 Euro (öffentlich geförderter Wohnraum) und 7 Euro (frei finanzierter Wohnungen).

Hier ist eine Studie zur geplanten Bebauung des Geländes an der Akazienallee am Baunsberg zu sehen.

Kritiker des Förderprogramms waren davon ausgegangen, dass es schwer wird, Investoren zu finden, die Wohnungen mit einem Mietpreis von 6 Euro pro Quadratmeter überhaupt anbieten können. „Wir gehen davon aus, dass wir jetzt auch Leute dafür finden“, sagt Schaub auf Anfrage der HNA. Dafür spricht, dass weitere Auflagen für die Investoren vereinfacht wurden. So müssen die Bauherrn zwar die aktuelle Energieeinspar-Verordnung (Enev) erfüllen, aber diese nicht mehr – wie in der alten Fassung vorgeschrieben – um 15 Prozent unterschreiten. Über die neuen Richtlinien wird in der nächsten Sitzung des Stadtparlamentes am Montag, 27. März, ab 18 Uhr im Rathaus öffentlich beraten. Es zeichnet sich eine breite Mehrheit ab. Im Haupt- und Finanzausschuss hat bereits eine große Mehrheit aus SPD und CDU dem Vorhaben zugestimmt. FDP und Grünen waren dagegen.

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