Für externe Anrufer ändert sich nichts

iPhones statt Festnetz: 1500 Geräte im Baunataler VW-Werk werden abgemeldet

So sieht die Zukunft aus im VW-Werk in Baunatal: 1500 Festnetz-Telefone werden abgeschafft. Die Mitarbeiter werden nach und nach mit iPhones von Apple ausgestattet. Foto: Kühling/Montage: Hermes/HNA

Baunatal. Der Festnetzanschluss für das Telefon ist im VW-Werk Kassel in Baunatal ein Auslaufmodell.

1500 von insgesamt 4400 Festnetzgeräten am Standort mit der bekannten 490-Nummer werden zunächst abgebaut und abgemeldet. Das bestätigte VW-Sprecher Heiko Hillwig auf Anfrage der HNA.

Betroffen sind laut Hillwig nur Mitarbeiter, die neben dem Festnetzanschluss schon jetzt über ein Dienst-Handy erreichbar sind. Bei diesen komme das Festnetz-Telefon weg. Die 490-Nummer werde auch weiterhin auf die Handys durchgeschaltet, sodass sich für externe Anrufer nichts ändere. „Mobile Endgeräte (Smartphones) können zusätzlich vorhandene Festnetztelefone an einem Arbeitsplatz vollwertig ersetzen“, sagt der VW-Sprecher grundsätzlich.

Der Abbau der Telefone ist Teil des VW-Sparprogrammes Zukunftspakt. Das Stammwerk in Wolfsburg stelle gerade sein Telefonsystem um, erläutert Hillwig. Das habe das Management in Baunatal zum Anlass genommen, sich ebenfalls in diesem Bereich neu aufzustellen. Baunatal entschied sich als Sparbeitrag zum Zukunftspakt für den Abbau von 1500 Festnetzanschlüssen bis zum Ende des Jahres.

Wie viel Geld der Autokonzern mit diesem Schritt in der Kasse behält, könne er nicht sagen, erläutert Hillwig weiter. „Das kann keiner ausweisen.“ Schließlich müsse man den Kauf von neuen Handys mit einrechnen.

In der Tat hat die Umstellung auch mit dem digitalen Umbruch bei Volkswagen zu tun. Der Trend im Baunataler VW-Werk geht zum iPhone von Apple. Nach und nach bekomme jeder Mitarbeiter, der bislang ein herkömmliches VW-Handy hat, ein iPhone, sagt der Sprecher.

Schon seit etwa einem Jahr ist das iPhone bei VW auf der Überholspur. Mit einem Großauftrag an Apple wurde das bisherige Blackberry 2016 aus dem Rennen geschossen.

Unterstützt die Verbreitung des iPhones bei VW: Digitalchef Johann Jungwirth. Archivfoto: VW/nh

Der Trend wird auch von dem seit anderthalb Jahren im Konzern agierenden Digitalchef und ehemaligen Apple-Manager Johann Jungwirth unterstützt. Der brachte ein Stück Silicon Valley mit nach Wolfsburg – und natürlich die Begeisterung für das iPhone Unter anderem gibt es eine App, über die sich VW-Mitarbeiter verbinden können..

Zunächst soll im Baunataler Werk noch eine Reihe von Festnetzanschlüssen erhalten bleiben. „In den Sekretariaten braucht man das Festnetz beispielsweise“, sagt Hillwig. Grundsätzlich stellt der Sprecher der Umstellung eine gute Note aus: „Bei den Mitarbeitern trifft das jedenfalls auf Zustimmung.“

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