Bürgermeisterwahl in Baunatal

Kandidat Schaub: Viel Krafteinsatz fürs VW-Werk

+
Hat eine dritte Amtszeit vor Augen: Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub. Hier zeigt er einen Mini-Käfer einer städtischen Initiative zum 50. Geburtstags des Baunataler VW-Werks, der von zahlreichen Radprofis anlässlich der Deutschen Radmeisterschaft 2014 unterschrieben wurde.

Baunatal. Manfred Schaub ist einziger Kandidat für die Bürgermeisterwahl am 29. Januar in Baunatal.

Will man mit Manfred Schaub über Privates, beispielsweise Hobbys, sprechen, dann ist man schnell beim Fußball – denn das ist für den Werder-Bremen-Fan von jeher die größte Leidenschaft. Als Vizepräsident des Verbandes Deutscher Fußballlehrer ist er zudem mit vielen Bundeliga-Trainern in Kontakt. „Die rufen an oder kommen schon mal auf eine Tasse Kaffee bei mir zu Hause oder im Baunataler Rathaus vorbei.“

Seit zwölf Jahren im Amt

Ansonsten sagt Manfred Schaub nicht so viel zu seinem privaten Umfeld. Nicht etwa, dass Schaub verschlossen ist, vielmehr beschäftigt ihn zu sehr das Fortkommen der Stadt, in der er seit fast zwölf Jahren Bürgermeister ist. Der 59-Jährige redet über die Bauprojekte in der Innenstadt, das „fast in Deutschland einzigartige pädagogische Konzept“ in der Baunataler Kita- und Schullandschaft und die Lage bei VW nach dem Abgasskandal, die für die Finanzausstattung der Kommune so enorm wichtig ist. Bei der Bürgermeisterwahl am 29. Januar tritt Manfred Schaub erneut an, und zwar als einziger Kandidat.

„Ich mache einen ganz normalen Wahlkampf“, sagt Schaub. Da es nur einen Bewerber gebe, sei das Hauptziel seines Wahlkampfes, die Wahlbeteiligung zu fördern.

„Und ich sage den Leuten immer, dass ich nicht automatisch Bürgermeister bleibe: Ihr müsst mich schon wählen.“

Seine Arbeit im Rathaus hat der Polit-Profi aus Altenbauna, der vor seinem Amtsantritt 2005 zehn Jahre im Landtag saß, unter das Motto „Kümmern und Konzepte“ gestellt. „Man muss eine Idee haben, wo man langfristig hin will“, betont er.

Konzepte wichtig

Konzepte seien wichtig, damit sich beispielsweise die Vereine auf den Bau von Sportanlagen einstellen können. „Damit ist die Eile ein bisschen rausgenommen.“

Zurück zu VW: Die ungewisse Entwicklung beim Hauptsteuerzahler habe 2015/2016 viel Kraft gekostet, gibt Baunatals Bürgermeister zu. Nicht nur die Steuerausstattung der Kommune habe er dabei im Blick, „man muss das auch immer unter der Frage der Arbeitsplätze betrachten“. Wenn es VW schlecht gehe, spüre man die Auswirkungen in der gesamten Region. „Kaufen die Menschen dann noch hier ein, bauen sie noch Häuser hier?“

„Weniger Kilo, mehr Sport“

Die Stadt Baunatal jedenfalls habe die Stärke gehabt, in den guten Jahren nicht alles auszugeben, betont der Sozialdemokrat. Davon profitiere man jetzt, indem man Geld für den Haushalt aus Rücklagen entnimmt. Ein bisschen Privates verrät Manfred Schaub, der seit vielen Jahren im Baunataler Leiselfeld wohnt und der seit 1996 mit Ute Wiesner verheiratet ist, dann doch noch. Mehr Sport wolle er treiben. betont er. „Ein paar weniger Kilo, ein paar mehr Fußballspiele und ein paar mehr Kilometer auf dem Rennrad.“

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.