Kirchengemeinde Baunatal-Mitte: Konfirmation mal ganz anders

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Basteln gemeinsam: Jonas Nikolaus (von links), Sebastian Häde, Moritz Fischbach und Willi Volmar bauen den Kirchturm der Gethsemanekirche nach. Dieser wird bei der Ausstellung im Baunataler Rathaus präsentiert.

Baunatal. Das Wort Spaß fällt häufig, wenn Moritz Fischbach und Jonas Nikolaus über die Aktivitäten der Konfirmanden sprechen. Anlässe, Spaß zu haben, gibt es in der 13-köpfigen Gruppe der Kirchengemeinde Baunatal-Mitte in der Tat jede Menge.

Neben dem klassischen Umgang mit Bibeltexten in Vorbereitung auf die Konfirmation hat Pfarrer Günter Törner mehr im Angebot. Konfirmandenunterricht mal ganz anders - denkt man mit Blick auf frühere Zeiten.

Kurzclip:

Jonas Nikolaus (links) und Moritz Fischbach über die Angebote in Baunatal

Vom Kletterkurs in der Rhön über Segeltage auf dem Edersee bis zu Messe und Ausstellung in Rathaus und Stadthalle reicht das Programm für die Konfirmanden. Sich an einer senkrechten Felswand abzuseilen, das habe ihn besondere Überwindung gekostet, berichtet Moritz Fischbach. Das Gefühl schließlich, es geschafft zu haben, „das kann man kaum beschreiben“. Und auf die Verbindung dieses extremen Erlebnisses zu Gott und Glauben angesprochen liefern Fischbach und Nikolaus schnell eine Parallele. „Ja, Vertrauen zu haben - und eben Mut.“ 

Immer im Herbst wiederholen die Konfirmanden diese Mutprobe. Dann seilen sie sich vom 25 Meter hohen Kirchturm der Gethsemanekirche in Altenbauna ab. Wieder ist Vertrauen gefragt und Teamgeist. Diese Erfahrung wollen sie auch auf der Konfirmationsausstellung im Rathausfoyer (27. Februar bis 15. April), an der sich mehrere Kirchengemeinden beteiligen, darstellen. Die Jungen und Mädchen basteln derzeit gemeinsam mit Hobbykünstler Willi Volmar an einem Miniaturkirchturm, von dem sich kleine Puppen abseilen sollen.

Welches Idee steckt hinter dem ungewöhnlichen Angebot? Oft werde Konfirmandenunterricht gemacht, um die Gemeinde aufzubauen, sagt Pfarrer Günter Törner. „Das ist nicht mein Ziel. Ich mache das um der Konfirmanden Willen.“ Das Konzept funktioniere deshalb so gut, weil sich Eltern, ehemalige Konfirmanden und andere Mitglieder der Gemeinde intensiv an den Aktivitäten beteiligten, sagt der Pfarrer.

Von Sven Kühling

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