VW-Vorstand: Englisch ist jetzt 

Konzernsprache Englisch: Im Baunataler Werk gibt es Sprachkurse

Baunatal. Die Konzernsprache bei Volkswagen soll künftig Englisch sein. Das hat Personalvorstand Karlheinz Blessing jetzt als Teil der neuen Management-Kultur verkündet.

Sprachkurse, Englischtests und mehr – wie könnte diese Linie des Vorstandes im VW-Werk Kassel in Baunatal mit rund 17.000 Beschäftigten umgesetzt werden?

„In Fachgremien und international besetzten Konferenzen ist die Anwendung der englischen Sprache seit einigen Jahren bereits ein Selbstverständnis“, sagt Werksprecher Heiko Hillwig auf Anfrage. „Wir werden am Standort Kassel die Anwendung der englischen Sprache nicht zwanghaft umsetzen.“

Ähnlich sieht das auch Betriebsratschef Carsten Bätzold. Grundsätzlich spreche nichts dagegen, dass Englisch nun Konzersprache sei, sagt er. Schon jetzt gebe es Sprachkurse im Werk. Diese seien frei zugänglich. Von der Sekretärin bis zum Manager könne jeder daran teilnehmen und sich fortbilden.

Wenn bei den Beschäftigten die Sprachkompetenz entsprechend der Erfordernisse nicht ausreichend vorhanden sei, werde man zusätzliche Fortbildungen wie etwa Sprachkurse anbieten, ergänzt Hillwig.

Als Beispiel für einen wichtigen Einsatzbereich nennt Bätzold den Bereich Vertrieb. Dort sei Englisch gängige Praxis, sagt er. Für die Masse der Arbeitnehmer sei eine Verständigung in Englisch aber gar nicht relevant. Aus der täglichen Arbeit berichtet der Betriebsratschef, dass in Tschechien und China beispielsweise nicht Englisch, sondern viel Deutsch gesprochen werde. „In Brasilien kann man mit Englisch auch nicht viel anfangen. Da muss man Portugiesisch können.“

Personalvorstand Karlheinz Blessing hatte kürzlich die Neuausrichtung der Management-Entwicklung erläutert. Englisch als Konzersprache verbessere den Zugang und die Zusammenarbeit von internationalen Spitzenkräften im Top-Management.

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