Ein Verein mit viel Herz

KSV Baunatal feierte seinen 125. Geburtstag mit Sport- und Spielefest

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Probefahrt: Die Brüder Samuel (6) und Jeremias Mench (10, von links) sowie Till Hensmanns (8) und Andreas Mench (39) machten unter Aufsicht von Sascha Volk (hinten) eine Fahrt durch den Rolli-Parcours. Sie sind alle froh, dass sie nicht auf den Rollstuhl angewiesen sind.

Baunatal. Mit einem großen Sport- und Spielefest feierte der KSV Baunatal am Samstagnachmittag seinen 125. Geburtstag. Zu diesem Jubiläum hatte der größte Sportverein Nordhessens ein buntes Programm für die Familie zusammengestellt.

Etwa 250 Ehrenamtliche waren im Einsatz um dem Publikum die große sportliche Vielfalt des KSV zu präsentieren. Die Veranstaltung fand rund um die Sportwelt und auf der Altenritter Straße statt, die an diesem Tag für den Autoverkehr gesperrt war. Die Aktiven boten allerlei Showeinlagen auf der Freilichtbühne. Von A wie Akrobatik bis Z wie Zumba – das Sport- und Spielefest ließ keine Wünsche offen. So zeigten zum Beispiel die Kampfsportler, wie man sein Gegenüber mit den richtigen Griffen ruck zuck auf die Matte legen kann. Begeistert schauten die Besucher auch beim World-Jumping zu, bei dem die Teilnehmer auf kleinen Trampolinen hohe Sprünge machten. „World-Jumping ist ein Angebot aus unserem Kursbereich“, sagte KSV-Präsidentin Annette Böhle. 

Während sich die Erwachsenen an den zahlreichen Ständen der Abteilungen über die Angebote informierten, amüsierten sich die jüngsten Besucher unter anderem beim Kistenklettern, Slackline oder auf der Hüpfburg. Auch die vielen Mitmach-Aktionen waren bei den Gästen sehr beliebt. Dazu zählte unter anderem der Rolli-Parcours von der Reha-Sport-Abteilung, die mit 1200 Teilnehmern in 55 Gruppen pro Woche die zweitgrößte Abteilung des KSV ist. „Hier können die Besucher ausprobieren, wie es ist, den Alltag im Rollstuhl zu meistern“, erklärte Nicole Krug, die neben Christiane Kloppmann Vorsitzende der Abteilung ist. 

„Ich dachte, es sei einfacher“, sagte Till Hensmanns (8). Für kurze Zeit sei die Fahrt im Rolli ganz lustig, so Andreas Mench (39). Allerdings sei er froh, dass er laufen könne und nicht auf den Rollstuhl angewiesen sei. Kerstin Fröhlich, die mit ihrer Tochter Julia (16) auf dem Fest unterwegs war, ist selbst Mitglied in der Tennisabteilung. Sie lobte vor allem die engagierten Helfer, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre. „Die Vereinsmitglieder bringen mit guter Laune zum Ausdruck, dass Sport Spaß macht“, sagte sie. Ihr ehrenamtlicher Einsatz beweise, dass der KSV ein Verein mit Herz ist, so die Baunatalerin.

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