Schlussmann des KSV Hessen Kassel

Torwart mit Bestnote: Niklas Hartmann absolvierte Ausbildung bei VW in Baunatal

+
Mit Autofeder, Handschuhen und Ball: KSV-Torwart Niklas Hartmann schloss kürzlich eine Ausbildung bei der Original Teile Logistik von VW in Baunatal ab.  

Kassel/Baunatal. Wenn Niklas Hartmann fürs Foto mit Torwarthandschuhen und Fußball in der riesigen Halle des Original-Teile-Centers von VW erscheint, dann schlägt ihm viel Sympathie entgegen.

Kollegen aus dem Ersatzteilgeschäft fordern ihn schon von Weitem per Handzeichen auf, den Ball mal rüber zu werfen. Da spürt man schnell: Der 28- Jährige hat sein sportliches Engagement als Torwart beim KSV Hessen Kassel perfekt mit seinem Job für die Original Teile Logistik (OTLG) in Baunatal verschmolzen.

Der ehemalige Profi von Arminia Bielefeld und Rot-Weiß Oberhausen ist im Berufsleben angekommen. „Das Paket ist perfekt, wie es ist. Ich fühle mich sehr wohl hier“, sagt der 28-Jährige, der gerade seine Ausbildung bei der OTLG als Groß- und Außenhandelskaufmann mit Bestnote abgeschlossen hat. Mit über 92 Prozent bei der Abschlussprüfung wurde Niklas Hartmann jetzt von der IHK als einer der Jahrgangsbesten ausgezeichnet.

Die Ausbildung bei VW war für Hartmann keinesfalls einfach. Fünf bis sieben Mal Training in der Woche, Spiel am Wochenende – davor und danach hieß es arbeiten und lernen. „Manchmal habe ich vor Auswärtsspielen im Hotelzimmer gelernt“, berichtet der Torwart, der nach zwei Kreuzbandrissen vor drei Jahren zum KSV kam.

„Das war nicht so einfach. Das war belastend und stressig“, sagt er zu der Doppelbelastung. Meist habe er von sechs bis 14 Uhr gearbeitet und sei dann zum Training gefahren. „Oft bin ich abends um 19 oder 20 Uhr eingeschlafen.“ Zum Glück, so berichtet der 28-Jährige, habe ihm sein Arbeitgeber für sein intensives Sportprogramm flexible Arbeitszeiten eingeräumt.

Die Unterstützung von Leistungssportlern hebt die OTLG ausdrücklich hervor. Das bedeute aber keinesfalls, dass ein Sportler nicht die gleiche Leistung wie ein anderer Auszubildender oder Arbeitnehmer erbringen müsse, betont Personalreferentin Yvonne Völling. Und OTLG-Sprecher Christoph Steinbach ergänzt: Man wolle jungen Sportlern eine Perspektive geben. Deshalb gebe es immer wieder Kooperationen mit den Kassel Huskies, dem KSV Baunatal und dem KSV Hessen Kassel. „Wir wollen Vereine und Spieler unterstützen.“

Nach der Ausbildung hat Niklas Hartmann im Januar auf einer festen halben Stelle in Berichtswesen der OTLG angefangen. Der Arbeitsplatz sei ein guter Ausgleich zur Fußballwelt, sagt er. „Ich freue mich immer, wenn ich zur Arbeit gehen kann.“

Dann kommt Niklas Hartmann natürlich nochmal auf den Abstiegskampf des KSV zu sprechen. „Der Druck ist hoch. Wenn wir gewonnen haben, wie jetzt, dann können wir nicht feiern. Beim nächsten Spiel müssen wir wieder gewinnen. Der Druck ist enorm hoch.“

Und noch ein Wort zum ganz großen Fußball. Wer wird denn bei der Fußball-WM das deutsche Tor hüten? „Ich hoffe, dass es Manuel Neuer noch schafft.“ 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.