Künstler aus Mosambik zu Gast an der Baunataler Theodor-Heuss-Schule

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Mosambik Fantasiewelt mit Giraffen und Elefanten: Maler Dito bemalte mit Franziska (von links), Marie, Laura, Ipek, Sudenez, Lea und Seyda eine Wand im Obergeschoss.

Baunatal. Die Baunataler Theodor-Heuss-Schule hat eine ganz besondere Beziehung zu Mosambik. Denn seit einigen Jahren besteht eine Partnerschaft zu einer Schule in Chibuto.

Jetzt ist diese freundschaftliche Verbindung auch im Schulgebäude sichtbar: Gemeinsam mit Fünftklässlern hat Dito, ein Maler aus Mosambik, eine Wand im Obergeschoss gestaltet.

Drei Tage lang waren Dito und ein Künstlerkollege, der Bildhauer Simoes, an der THS zu Gast, um mit den Kindern kreativ zu arbeiten. In der Holzwerkstatt schnitzten die Schüler alles, was ihnen in den Sinn kam: Schnellboote, U-Bahnen, kleine Häuschen und Gesichter - natürlich unter fachkundiger Anleitung des Künstlers.

Der war begeistert von der positiven Energie seiner Schüler: „Sie hatten viele Ideen und waren mit Freude dabei.“ Im Obergeschoss entstand zur gleichen Zeit ein riesiges Wandbild mit einer afrikanischen Fantasielandschaft. Auf einer Fläche von 30 Quadratmetern tummeln sich nun Giraffen, Elefanten und Fische. „Die Kinder konnten selbst entscheiden, wie das Bild aussehen soll“, sagte Maler Dito, der aus der mosambikanischen Hauptstadt Maputo stammt.

Für die Jungen und Mädchen war auch der Kontakt zum Künstler spannend. „Er hat viel von seiner Heimat erzählt“, sagte Laura Schulze.

Ausstellung in Remagen

Kunstwerke aus Holz: Bildhauer Simoes (von links) zeigte den Schülern Felix, Tim und Valentin, wie man Figuren schnitzt.

Für die beiden sympathischen Künstler, die zurzeit auch gemeinsam in einer Galerie im rheinland-pfälzischen Remagen ausstellen, ist der Besuch in Deutschland auch eine Chance, wie Dito erzählt: „In Mosambik gibt es kaum Galerien. Das macht es uns sehr schwer, von der Kunst zu leben.“ Hierzulande habe Kunst einen höheren Stellenwert. „Die Menschen erkennen den Wert der Werke.“

Ihren mehrmonatigen Aufenthalt, bei dem sie Kunstprojekte an mehreren deutschen Schulen verwirklichen, wollen die beiden Mosambikaner deshalb auch nutzen, um Kontakte zu knüpfen.

Von Pamela De Filippo

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