Viel Nachwuchs beim Tuspo

Kunstrasenplatz für 800.000 Euro in Rengershausen

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Bagger legt los: Die Kinder der F1- und F2- Fußballjugend des Tuspo Rengershausen schauten mit zu, als die Arbeiten für den neuen Kunstrasenplatz begannen.

Baunatal. Die Hoffnung des Deutschen Fußballbundes auf einen Boom beim Fußballer-Nachwuchs nach der Fußball-WM hat sich nicht erfüllt. Doch in Rengershausen gehen die Uhren anders.

„Wir schwimmen auf der Welle ganz oben und hoffen, dass das so bleibt. Wir machen eine klasse Jugendarbeit“, sagt der Tuspo-Vorsitzende Achim Gerlach. 155 Kinder und Jugendliche spielen nach seinen Angaben in der Jugendspielgemeinschaft Hertingshausen/Rengershausen. Dreiviertel der Spieler kommen aus Rengershausen, so schätzt er.

Der fußballerische Boom in Rengershausen wird jetzt von der Stadt Baunatal mit einer großen Investition belohnt. Sie lässt für mehr als 800 000 Euro einen Kunstrasenplatz bauen. Bürgermeister Manfred Schaub, weitere Vertreter der Stadt, des Vereins und an dem Projekt Beteiligte, gaben mit dem symbolischen Spatenstich jetzt den Startschuss. Im Oktober will der Verein die neue Sportanlage schon mit Sporttagen feierlich einweihen. Im Gegensatz zum bisherigen Rasenfußballfeld wird der neue Platz auch bei Wind und Wetter, also auch im Winter bespielbar sein. Das dürfte ein Gerangel um Sporthallen-Zeiten vermeiden, die jetzt schon angesichts der vielfältigen Sportaktivitäten in Baunatal dicht gedrängt sind.

Aber auch Punktspiele werden auf dem Platz möglich sein. Er erhält die entsprechenden Abmessungen. Die Spieler müssten sich nur mit ihrer Spieltechnik darauf einstellen, dass der Ball auf Kunstrasen schneller rollt, sagte Bürgermeister Schaub, der selbst immer noch gern gegen das runde Leder tritt. Im Übrigen sei das eine Investition für den gesamten Baunataler Sportbetrieb. „Kirchturmdenken“ sei nicht angesagt. Die einzelnen Vereine sollten stadttelübergreifend zusammenarbeiten. Mit dieser Forderung rennt Schaub beim Vorsitzenden Achim Gerland offensichtlich offene Türen ein. Er habe die Vision, dass der Sportbetrieb in den Stadtteilen einmal unter dem Dach eines einzigen großen Baunataler Vereins stattfinden könne, sagte er. Auch Guntershäuser Jugendliche werden auf dem Platz trainieren.

Vor einigen Monaten waren erst die Sanitäranlagen und Umkleideräumen des Sportlerheims am Waldsportplatz in Rengershausen renoviert worden. Man werde im Zuge der Errichtung des Kunstrasenplatzes schauen, ob es noch weitere Arbeiten rund um die Anlage zu erledigen gebe, kündigte Schaub an. Auf jeden Fall wird der Platz rundum mit Ballfangzäunen ausgestattet.

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