Ausgleich über Arbeitszeitkonten reicht nicht aus

Betriebsrat: Kurzarbeit im Baunataler VW-Werk jetzt wahrscheinlich

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Kassel/Baunatal. Mitarbeiter in der Getriebeproduktion im VW-Werk Kassel in Baunatal müssen sich auf Kurzarbeit einstellen.

„Wir kommen sehr wahrscheinlich um Kurzarbeit nicht herum“, sagte am Freitag die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Ulrike Jakob auf Anfrage.

Wann Kurzarbeit für die Mitarbeiter in Baunatal bei der Arbeitsagentur beantragt wird, ist nach Angaben des Betriebsrates noch nicht ganz klar. Zunächst müssten viele rechtliche Dinge geklärt werden, so Jakob. Man rücke aber mit dem heutigen Tag diesem Schritt näher. „Wir müssen uns zunehmend darauf einstellen.“ Der Ausgleich über die herkömmlichen Arbeitszeitkonten reiche nicht mehr aus. Darauf hatte der Betriebsrat am Donnerstag noch gehofft.

Hintergrund für den Schritt in die Kurzarbeit ist das Ausbleiben von Lieferungen durch den Zulieferer ES Guss in Schönheide in Sachsen. Dieser befindet sich in einem Rechtsstreit mit Volkswagen. Die Produktion für das Direktschaltgetriebe DQ 250 im Werk Kassel liegt dadurch vollständig auf dem Trockenen.

Nach Informationen unserer Zeitung werden von dem Getriebe DQ 250 in Baunatal über 2000 Stück am Tag gebaut. Etwa 800 Mitarbeiter arbeiten in diesem Bereich. Insgesamt arbeiten 6000 Frauen und Männer an dem nordhessischen Standort in der Getriebefertigung. Zwischen 16 000 und 17 000 Schalteinheiten verlassen täglich das Werk.

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