Medizinisches Versorgungszentrum

MVZ Baunatal: Kurze Wege sind ein Plus

+
Die Puste reicht: Dr. Wolfram Glaß und seine Mitarbeiterin Sabine Lecke (rechts) testeten die Lungenfunktion von Besucherin Astrid Bürger-Schmidt aus Schauenburg.

Baunatal. Drei Jahre nach seiner Einweihung hat das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Baunatal in Großenritte die Erwartungen der Investoren übertroffen.

Damals rechnete man mit einem täglichen Durchlauf von bis zu 700 Patienten. Heute seien es bereits rund 1000, sagt der Orthopäde Dr. Peter Kentsch vom MVZ.

Kurze Wege zu den Ärzten verschiedener Fachrichtungen, zum Radiologen, zur ambulanten Operation oder auch zum Augenarzt, relativ schnelle Termine - das seien die Trümpfe des Medizinzentrums, die sich auszahlten: „Das hat den Charakter einer Poliklinik. Alles ist miteinander verzahnt, und die Zusammenarbeit zwischen den Ärzten klappt hervorragend.“

Davon konnten sich am Wochenende Patienten des MVZ und andere Besucher beim Tag der offenen Tür überzeugen.

Dr. Peter Krug nutzte im Reha-Trainingsraum das Angebot, kostenlos an Geräten seine operierte Schulter zu kräftigen. „Operation und Nachbehandlung, das hat reibungslos geklappt“, sagte der Zahnarzt, der sich freut, schon wieder arbeiten zu können.

„Wir sind im MVZ innovativ“, sagt Brigitte Umbach, Verwaltungsleiterin der Firma Reha Baunatal im Untergeschoss des Zentrums. Man habe einen Fahrdienst für Patienten eingerichtet, die nach einer OP eine Anschlussheilbehandlung benötigen. Vielen von ihnen könnten dadurch ihren Krankenhausaufenthalt verkürzen, meint Umbach. Außerdem habe man mit dem Fahrdienst drei Arbeitsstellen geschaffen. Das MVZ bilde auch eine Reihe von Azubis aus.

Training für die operierte Schulter: Sporttherapeut Bernd Oetzel (rechts) zeigte Dr. Peter Krug eine Kräftigungsübung.

Voll des Lobes über die Arbeit des Zentrums ist der Internist Dr. Wolfram Glaß. Der Standard sei fast mit einer Klinik vergleichbar. Wenn er einen dringenden Fall habe, bekomme er manchmal schon am gleichen Tag für seinen Patienten einen Termin beim Radiologen. Dieser praktiziert nicht einmal einen Steinwurf entfernt vom MVZ.

Durch die guten Kontakte und kurzen Wege zu den Ärzten anderer Fachrichtungen könne er Diagnosen schneller stellen. „Es wäre nur noch ein Neurologe wünschenswert“, sagt Glaß, da gebe es bereits Gespräche. Ein Neurochirurg ist schon an Bord des MVZ gekommen: Dr. Korian Wojtas, Chefarzt am Kasseler Marienkrankenhaus.

Während des Tags der offenen Tür konnten die Besucher ihre Gesundheit testen lassen und dabei gleichzeitig an einem Gewinnspiel teilnehmen. Außerdem informierten sie sich an den Ständen von Firmen der Medizinbranche über Gesundheitsthemen, schauten in der Apotheke und beim Hörgerätespezialisten vorbei.

Das Team des MVZ und Sänger des Gospelchors Heaven’s Voices backten Kuchen für den guten Zweck: Der Erlös kommt der Sanierung der Orgel in der Kreuzkirche zugute.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.