Vom Küken zum Braten

Landwirte aus der Region bereiten sich auf die Schlachtzeit vor 

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Bereiten sich auf Weihnachtszeit vor: Die Landwirte Tim Raschke (links) mit Ente und Axel Schmidt mit Gans im Freiluftgehege. 

Baunatal. Noch watschelt der Festtagsbraten über den Weg. Aber nicht mehr lange: Bald ist Weihnachten, und spätestens kurz vorm Fest hat das letzte Stündlein für die Gänse und Enten auf dem Hof von Axel Schmidt in Guntershausen geschlagen.

Die meisten seiner 250 Gänse und 450 Enten werden Weihnachten als Festtagsbraten auf den gedeckten Tischen landen. Einige von ihnen sind schon nicht mehr da, sie wurden zum Martinstag geschlachtet.

Ruhe vor dem Sturm

Doch in Guntershausen herrscht noch die Ruhe vor dem Sturm. Die Nachfrage nach Gänsebraten ist zurzeit noch sehr gering. Erst im Dezember geht es dem Federvieh in großer Stückzahl an den Kragen.

„Letztes Jahr waren es 300 Enten und 100 Gänse, die wir verkauft haben“, sagt Schmidt. Zusammen mit Tim Raschke aus Edermünde hält der 31-Jährige noch 1400 Legehennen, 100 Rinder und 500 Schweine. Die beiden Landwirte haben vieles gemeinsam und arbeiten eng zusammen. In der Gänsezeit müssen alle mit anpacken.

„Wir schlachten selbst. Wir müssen die Rupfmaschine bedienen und die Tiere ausnehmen. Vor Weihnachten ist die anstrengendste Zeit“, sagt Schmidt.

Geschlachtet und verarbeitet werden die Gänse im hofeigenen Schlachthaus. Ihre Weihnachtsgänse verkaufen Schmidt und Raschke als Direktvermarkter an Privatleute und Gastronomen aus der Region.

Die meisten Gänsehalter in Deutschland seien Direktvermarkter, sagt Schmidt. Die in Supermärkten und Discountern angebotene Massenware stamme überwiegend aus Mastbetrieben in Osteuropa, mit deren Preisen die heimischen Landwirte preislich nicht mithalten könnten.

Auf der Weide sorgt ein Elektrozaun dafür, dass die Gänse nicht ausbüxen und Beutegreifer wie Füchse draußen bleiben. „Wenn der Fuchs die Tiere besucht, dann kann es schon mal einen Verlust geben“, sagt Schmidt. Das sei ärgerlich, aber fast nicht zu verhindern.

Einkauf im Hofladen

Seit dem 1. Juni 2017 betreiben die beiden einen Hofladen. „Wir sind allerdings noch in der Anlaufzeit“, sagt Schmidt. Im nächsten Frühjahr soll es dann losgehen. Saisonales Gemüse und Produkte aus der Region sollen in Kombination mit regelmäßigen Öffnungszeiten zum Verkauf angeboten werden. Einen genauen Termin gibt es noch nicht.

Fest steht aber, ab wann die Enten und Gänse aus der Freilandhaltung verkauft werden sollen. „Am 25. November 2017 und danach am 9. Dezember 2017“, sagt Raschke. Gänse und Enten verkaufen die beiden auf ihren Höfen in Guntershausen, Dorfstraße 15 und Edermünde-Besse, An der Linde 18.

Eine Gans gibt es für zwölf Euro pro Kilo, eine Ente für elf Euro pro Kilo. Vorbestellungen sind möglich unter: Tel. 01 51/ 67 22 61 51 oder 01 73/7 49 02 88.

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