37-jährige Kirchbaunaerin ist Nachfolgerin von Timon Gremmels

Manuela Strube aus Baunatal rückt für die SPD in den Landtag nach

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Den Terminplan für Wiesbaden schon in der Hand (Bild vergrößern): Manuela Strube ist ab November Landtagsabgeordnete in der SPD-Fraktion. Zu Hause dominiert hingegen das Kinderspielzeug.

Baunatal. Bevor Manuela Strube in den Hessischen Landtag wechselt, hat sie sich einen besonderen Einblick verschafft Bei ihrem bisherigen Arbeitgeber, dem Jobcenter in Kassel, hat sich die Baunatalerin jüngst in den Bereich zur Integration von Flüchtlingen versetzen lassen.

Diese interessante Erfahrung werde sie mit nach Wiesbaden nehmen, sagt die 37-Jährige. Ab 1. November rückt die Sozialdemokratin für den in den Bundestag gewählten Timon Gremmels in den hessischen Landtag nach.

„Die Flüchtlinge sind zum Großteil sehr motiviert“, betont Strube. Für diese sei wichtig, möglichst schnell einen Integrationskurs zu finden, um Deutsch zu lernen. Für Mütter mit Kindern müsse es ebenso Angebote geben – etwa Sprachcafés, zu denen die Frauen die Kinder mitnehmen können.

Familie, Soziales und Arbeit

Manuela Strube ist mittendrin in ihren Lieblingsthemen: Familie, Soziales, Arbeit und Bildung. Dort werde sie auch im Landtag ihre Schwerpunkte setzen, sagt die Kirchbaunaerin. Hinzu kämen die Bereiche Ländlicher Raum und die Verkehrspolitik, in der sich ihr Vorgänger im Wahlkreis Kassel-Land II ja schon sehr engagiert hatte. Das Thema Erneuerbare Energien, ebenfalls ein Steckenpferd von Gremmels, werde sie allerdings nicht so intensiv weiterbearbeiten können, sagt Strube.

Für die Anwohner an der Autobahn 49 will die Baunatalerin beispielsweise einen besseren Lärmschutz erreichen. „Es muss dauerhaft Tempo 100 geben“, sagt sie. Strube weiß, wovon sie spricht. Das Haus, das sie mit ihrer Familie in Kirchbauna bewohnt, liegt nur einen Steinwurf von der A 49 entfernt.

Manuela Strube engagiert sich seit über zehn Jahren in der Kommunalpolitik. Seit einem Jahr sitzt sie im ehrenamtlichen Magistrat der Stadt Baunatal. Jetzt wird sie Berufspolitikerin. Als Mutter von zwei Kindern erlebt die künftige Landtagsabgeordnete das politische Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ hautnah im eigenen Alltag. Dienstags und donnerstags sei sie künftig in Wiesbaden, dann helfen Eltern und Schwiegereltern mit. Auch Freunde springen hier und da ein. „Und mein Mann arbeitet etwas weniger.“

Ansonsten wollen die Strubes das Familienleben genauso aufrecht erhalten wie gewohnt. „Es bleibt Zeit für die Kinder“, sagt die 37-Jährige. „Abends sitzen wir immer gemeinsam am Tisch und sprechen über den Tag. Ich bin froh, dass ich zwei gesunde Kinder habe.“

Und dann kehrt die künftige Abgeordnete im Gespräch nochmal zurück zur großen Politik: Dass die SPD auf Bundesebene jetzt in die Opposition geht, findet die Baunatalerin gut. Ihr Fazit: „Die SPD muss sich erneuern.“

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