Baunatal investiert in Anlage im Stiftswald

Mehr Geld durch Beteiligung an Windkraft für Baunatal?

Baunatal. Die Stadt Baunatal will sich mit 285.000 Euro über die Kommunalwerke Region Kassel am Windpark der Städtischen Werke im Kaufunger Stiftswald beteiligen.

Das hat die Stadtverordnetenversammlung gerade nach kontroverser Diskussion mehrheitlich beschlossen.  Die FDP und die CDU-Fraktion sind unter anderem wegen des finanziellen Risikos gegen eine Beteiligung. Auch ein Vertreter der Grünen stimmte dagegen.

Bürgschaft für Fremdkapital

Die Stadt muss außerdem eine Bürgschaft von 450 000 Euro für den Anteil am Fremdkapital der Kommunalwerke übernehmen. Sie ist bereits finanziell am Windpark Rohrberg bei Helsa beteiligt.

Die Energieausbeute des Windparks sei größer als erwartet, sagte Arnold Dittmar von der SPD. Nachdem sich eigene Windparkprojekte mangels geeigneter Standorte in Baunatal zerschlagen hätten, habe die Stadt nun die Chance, durch eine Beteiligung die erneuerbaren Energien voranzubringen. „Wir sehen die Rendite nicht risikolos“, meinte dagegen CDU-Fraktionschef Sebastian Stüssel. Die Nebenkosten für den Anteil Baunatals lägen sehr hoch, das schmälere die Rendite. „Wenn das ein todsicheres Investment ist, warum beteiligen die Städtischen Werke dann so viele Kommunen daran?“, fragte er. Die Union wolle lieber Projekte zur erneuerbaren Energie unterstützen, an denen sich die einzelnen Bürger direkt beteiligen können.

Ähnlich argumentierte sein Parteifreund Thomas Gerke: Man solle doch lieber intelligente, kostensparende Haushaltsgeräte fördern. Da hätten die Bürger mehr von.

Die FDP lehnt die Beteiligung schon aus grundsätzlichen Erwägungen ab. Windkraftanlagen seien wirtschaftlich nicht sinnvoll. „Sie produzieren eine Blindleistung im Netz, die unveorstellbar ist“, sagte Dr. Rainer Oswald. Außerdem verschandelten sie die Landschaft. Der Grüne Lothar Rost betonte, künftig sollten den Bürgergenossenschaften mehr Chancen auf eine Beteiligung an Windparks eingeräumt werden.

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