Zwischenbilanz aus Baunatal: Milder Winter schont die Kassen

Baunatal / Schauenburg. Weniger Kosten für Streusalz, weniger schlimme Straßenschäden wie in anderen Jahren. Der milde Winter schont die Kassen. Eine Zwischenbilanz aus Baunatal.

„Dieser Winter hat uns gut gefallen“, sagt Andreas Freier, Leiter des Baubetriebshofes der Stadt Baunatal. Und mit Hartmut Wicke, dem stellvertretenden Leiter des Fachbereichs Bau und Umwelt, ist er sich einig: „Dieser milde Winter hat die Kassen geschont.“

Wicke belegt dies für Baunatal mit einer beeindruckenden Zahl: Kostete der Winter 2013 / 14 noch 284 539 Euro, so war der jüngste Winter „nur“ 120 026 Euro teuer. Diese Summe errechnet sich aus der Zahl der Einsätze, den Einsatzstunden der Mitarbeiter und den Kosten für das Salz.

Für den Baubetriebshof war der Winter nicht so arbeitsintensiv. Andreas Freier: „Wir scheuen uns ja nicht vor Arbeit, aber wir hatten Zeit, andere wichtige Aufgaben zu erledigen.“

Die Zahlen sprechen für sich:

• Wurden im Winter 2012 / 13 in Baunatal 117 Einsätze in 5930 Stunden gefahren, so waren es im zu Ende gehenden Winter nur 79 Einsätze in 2528 Stunden. Der Winter 2011 / 12 war noch milder: nur 36 Einsätze in 1720 Stunden waren erforderlich, 79 im Jahr davor in 4441 Stunden.

Alle Rekorde gebrochen hat der strenge Winter 2009/10 mit 144 Einsätzen und 6300 Stunden. 2007 / 08 waren es nur 27 Einsätze in 338 Stunden, im Jahr danach 70 Einsätze in 3468 Stunden.

• 160 Strecken-Kilometer müssen in Baunatal im Winter betreut werden, 60 Mitarbeiter sind in zwei Schichten auf Achse. Sie sind, wenn es sein muss, schon um 4.20 Uhr startklar. Und dann bis 22 Uhr im Dienst.

• 220 Tonnen Salz rieselten im jüngsten Winter auf Straßen, Gehwege, Parkplätze, Bus- und Straßenbahnhaltestellen. Im Winter davor waren es 560 Tonnen, aber nur 135 Tonnen in 2011 / 12.

• 705 Tonnen Salz waren im Rekordwinter 2009 / 10 erforderlich, 405 Tonnen im Jahr danach. Auch ein Rekord: 2007 / 08 waren es nur 52 Tonnen, im Jahr danach 387 Tonnen.

Im Rekord-Winter 2009 / 10 war das Salz knapp geworden. Hartmut Wicke: „Es war eine schwere Zeit und schwierig, Nachschub zu beschaffen.“

Gemeinsam mit Schauenburg schuf die VW-Stadt am Gertrudenstift ein neues Salzlager. Heute kann Baunatal insgesamt 350 Tonnen Salz lagern.

Auf dem Baubetriebshof wurde ein neues, 85 Tonnen fassendes Silo in Betrieb genommen. „Wir haben uns verbessert und können die Fahrzeuge jetzt schneller beladen“, sagt Andreas Freier. 40 000 Euro wurden investiert.

In Schauenburg gibt es noch keine Winterdienst-Bilanz. „Wir können zurzeit keine Zahlen liefern”, hieß es auf Anfrage in der Gemeindeverwaltung ohne weitere Begründung. Man müsse noch Material nachbestellen, sagte man lediglich.

Von Manfred Schaake

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.