4,3 Millionen Euro für die Baunataler Feuerwehr

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Kurz vor dem Baustart: Erste Stadträtin Silke Engler (von links), Altenbaunas Wehrführer Heiko Wicke und Christina Zenke von der städtischen Bauleitung vor dem Feuerwehr-Stützpunkt Altenbauna. Das Gebäude im Hintergrund wird aufgestockt.

Baunatal. 4,3 Millionen Euro investiert die Stadt Baunatal in die Verbesserung des Brandschutzes in der 28.000-Einwohner-Stadt. Der Feuerwehr-Stützpunkt in Altenbauna wird nach Angaben der Ersten Stadträtin Silke Engler (SPD) modernisiert und erweitert.

Baustart ist ein symbolischer Spatenstich am Samstag, 13. Dezember, ab 10.30 Uhr. Dazu sind alle aktiven Feuerwehrleute eingeladen, sagt Engler im HNA-Gespräch. Die Bauarbeiten sollen im Januar beginnen. Vom Land Hessen erhält die Stadt laut Engler einen Zuschuss in Höhe von 202.000 Euro. Den Rest muss die Stadt allein stemmen.

Bereits in dieser Woche hat der Magistrat für 560.000 Euro den Rohbauauftrag für eine neue Fahrzeughalle vergeben. Geplant sind bis zum Frühjahr 2016 drei Bauabschnitte. Dazu gehören auch die Aufstockung des Funktionsgebäudes sowie die Sanierung der alten Fahrzeughalle und die komplette Umgestaltung des Kellers mit Werkstatt für die Schlauch- und Kleiderpflege und die Atemschutzgerätewerkstatt. Ein neuer Lehrsaal und Aufenthaltsbereiche entstehen

Über Details hatte Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) die Baunataler Feuerwehr bereits im Oktober informiert. Der Stützpunkt Baunatal sei das zentrale Gebäude für die Feuerwehr Baunatal, das auch von externen Feuerwehren genutzt werde, und die Unterkunft der Stadtteilwehr Altenbauna.

Völlig neu konzipiert wird, wie Schaub und Engler erläuterten, die Atemschutzübungsstrecke. Künftig werden auch externe Nutzer Zugang haben, ohne durch andere Bereiche des Feuerwehrhauses gehen zu müssen.

In die Gesamtplanung durch heimische Büros sei die Feuerwehr von Anfang an einbezogen worden. „Alles ist sehr einvernehmlich gelaufen“, sagt Silke Engler.

Bisher nutzten der Stadtbrandinspektor und die Feuerwehr-Verwaltung Räume im alten Bürgermeisteramt. „Es war an der Zeit, die Gesamtsituation zu verbessern“, sagt die Vizebürgermeisterin.

Notwendig seien die Investitionen auch wegen der vom Gesetzgeber geforderten sogenannten Schwarz-Weiß-Trennung. Schwarz steht für die bei Einsätzen verschmutzte, weiß für die gereinigte Bekleidung der Einsatzkräfte.

Wird modernisiert: Die Atemschutzgerätewerkstatt im Feuerwehr-Stützpunkt Altenbauna. Arnold Scherb ist einer der beiden technischen Angestellten.

Für Männer und Frauen entstehen getrennte Sanitäranlagen, die Jugendfeuerwehr erhält eigene Räume. Neu ist auch ein barrierefreier Lasten- und Personenaufzug in das zusätzliche Geschoss. Mit den Investitionen werden auch Platzprobleme gelöst - die Feuerwehr Baunatal erfüllt im Katastrophenschutz auch überörtliche Aufgaben. „Wir schaffen eine Einrichtung“, so betont Silke Engler, „die allen DIN-Normen genügt und die Sicherheit aller ehrenamtlich Tätigen im Brandschutz gewährleistet.“ Das sei eine wichtige Investition in die Zukunft, „die unsere Feuerwehr stärkt - wir tun dies für unsere Bürger“. Heiko Wicke, Wehrführer der Feuerwehr Altenbauna: „Ein großes und wichtiges Ereignis. Die Feuerwehr wird künftig allen aktuellen Anforderungen gerecht.“

Von Manfred Schaake

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