Neujahrsempfang der CDU Kassel-Land

Ministerpräsident Bouffier: „Nordhessen ist starke Region“

Gut gelaunt: CDU-Kreisvorsitzender Frank Williges (von links), Landratskandidat Patrick Weilbach, Ministerpräsident Volker Bouffier und Baunatals CDU-Chef Andreas Mock. Bouffier bekam Hütt-Bier und Schauenburger Apfelschaumwein. Foto: Kühling

Baunatal. Ministerpräsident Volker Bouffier stellte der Region beim Neujahrsempfang der CDU Kassel-Land ein gutes Zeugnis aus.

Vor 20 Jahren habe er den Landkreis Kassel nur als Klagemauer gekannt, heute sei es eine Boomregion, eine starke Region, sagte er.

Rund 250 Gäste registrierten dieses Lob des CDU-Landeschefs im gut gefüllten Baunataler Autohaus Bindschus. Bouffier äußerte sich selbstbewusst zu 16 Jahren Regierungsverantwortung der CDU in Wiesbaden. „Und wenn Nordhessen eine Boomregion ist, dann hat das auch mit der CDU zu tun.“ Dafür gab es viel Applaus.

Natürlich nutzten die Christdemokraten den Empfang in der VW-Stadt auch als Wahlkampfveranstaltung für Landratskandidaten Patrick Weilbach. Schließlich steht in gut einer Woche die Direktwahl ins Haus. Die Kandidatur des 27-jährigen Baunatalers versetze die Menschen überhaupt erst in die Lage, auszuwählen zwischen zwei Kandidaten, sagte Bouffier. Das müsse eines der großen Ziele in allen Bereichen sein, Menschen die Chance zu geben, auszuwählen und aus sich etwas zu machen. „Man darf nicht alles vorschreiben.“ An Weilbachs Adresse sagte der Ministerpräsident: „Ich habe Respekt für Ihren Mut und für Ihr Auftreten.“

Chancen nicht genutzt 

Weilbach selbst bemängelte, dass der amtierende Landrat Uwe Schmidt (SPD) die Chancen in der Region nicht nutze. Kreisvorsitzender Frank Williges nahm sich die Panne mit versehentlich vom Landratsamt veröffentlichen Ergebnissen bereits vor der Landratswahl vor. Damit sei gegen das Neutralitätsgebot verstoßen worden.

Zurück zur Landespolitik: Bouffier kritisierte die langen Planungsverfahren in Deutschland. Allein für den Bau eines Radweges brauche eine Kommune im Schnitt fünf Jahre vom Parlamentsbeschluss bis zur Realisierung. „Dagegen ist die A 44 noch schnell vorangekommen.“

Von Sven Kühling

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