Nur noch 45 Beratungszentren im Kreis

Muster-Center der Sparkasse entsteht in Baunatal

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Erste Filiale von 45: In den Sparkassen im Kreis Kassel sollen zukünftig Arbeits- und Beratungswelt voneinander getrennt werden. Das erste Beratungscenter mit Selbstbedienung für die Kunden soll ab Sommer in der derzeitigen Filiale in Baunatal entstehen. 

Sparkassen-Kunden im Kreis Kassel werden ihre finanziellen Geschäfte zunehmend per Selbstbedienung regeln müssen – persönlichen Service bietet das Geldinstitut künftig nur noch an 18 Standorten in der Stadt und an 27 Standorten im Kreis an.

In den restlichen Filialen gibt es dann nur noch Automaten. Die Filiale auf dem Baunataler Marktplatz soll das Erste von insgesamt 45 Beratungszentren werden, in denen noch persönliche Beratung durch kompetente Mitarbeiter möglich ist.

„Wir wollen die Arbeitswelt von der Beratungswelt trennen“, sagt Michael Krath, Sprecher der Kasseler Sparkasse. In den Zentren erwarte die Kunden moderne technische Ausstattung – für den kreisweiten Ausbau investiere die Sparkasse bis 2025 rund 30 Millionen Euro. Wie genau eine solche Filiale von innen aussieht und welche Kommunen dem Baunataler Prototypen als Nächstes folgen, steht laut Krath allerdings noch nicht fest: „Genaueres können wir erst nach den Sommerferien sagen.“

Neue digitale Angebote

Die Schließung von 36 Sparkassen-Filialen in der Region, die in knapp einem Monat bevorsteht, hat viele Gründe: Im Durchschnitt besucht ein Kunde nach Aussagen der Sparkasse seine Geschäftsstelle nur noch einmal im Jahr. Die Aktivitäten an Automaten und die Nutzung von Online-Banking sowie Sparkassen-Apps per Smartphone nehmen hingegen stetig zu. 

Die digitalen Angebote der Sparkasse werden daher immer größer: Seit dem 9. Mai gibt es eine neue Version der Internet-Filiale. Nach den Sommerferien sollen auf der Website sogar Online-Chat-Funktionen und Videoberatung eingerichtet werden. Außerdem werde die telefonische Erreichbarkeit des Kunden-Servicecenters erhöht.

Gemeinsam mit den 55 Selbstbedienungs-Filialen mit Automaten bleibt es insgesamt bei 100 Standorten des Geldinstitutes rund um Kassel. Laut Aussage des Vorstandes der Kasseler Sparkasse verfügt diese nach wie vor über das dichteste Service- und Beratungsnetz aller Geldinstitute.

In jeder Kommune sei persönliche Kundenberatung in mindestens einer Filiale auch zukünftig noch möglich. Insbesondere für ältere Bürger im Kreis Kassel ist die Schließung der Filialen und die zunehmende Nutzung von Online-Banking eine große Herausforderung. Hierfür bietet die Sparkasse ihren Kunden in Zukunft individuelle Beratungszeiten auf Wunsch zu Hause an. 

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