Schmale Verbindungsstraße zwischen Fuldabrück und Baunatal

Nach Unfall an steiler Böschung: Anwohner fordert Leitplanke am Felsengarten

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Begrenzung: Tempo 30 gilt in diesem Abschnitt bereits.

Baunatal. Wer von Dittershausen nach Rengershausen auf der Straße „Zum Felsengarten“ mit dem Auto fährt, der fühlt sich ein bisschen wie in den Alpen. Direkt neben der Fahrbahn geht es steil bergab.

So kennt man das von zahlreichen Passstraßen. Keine Leitplanke, kein Randstreifen schützt Autofahrer vor einem möglichen Abrutschen in die Tiefe. Das wurde beispielsweise einer Autofahrerin zum Verhängnis, die Ende Mai mit ihrem Auto die Böschung am Felsengarten hinunterrutschte. Die 43-Jährige kam leicht verletzt ins Krankenhaus. Sie gab damals an, einem Tier ausgewichen zu sein.

„Da muss was passieren“, sagt Anwohner Kurt Chroszczinsky aus Fuldabrück-Dennhausen. „Da muss schleunigst eine Leitplanke hin, die ganz tief verankert ist.“

Kurt Chroszczinsky hält die Absicherung der Straße auch deshalb für wichtig, weil diese stark frequentiert sei. Sie werde etwa von vielen VW-Mitarbeitern genutzt, die von Fuldabrück Richtung VW-Werk unterwegs seien. Auch sei der Felsengarten Zufahrt zum dortigen Bahnhof-Rengershausen.

Bei der Stadt Baunatal sieht man hingegen keine Notwendigkeit, etwas an der Straße zu ändern. Es sei in den vergangenen fünf Jahren nur dieser eine Unfall dort passiert, betont Herbert Reimnitz, der im Baunataler Rathaus für den Verkehr zuständig ist. Das habe auch die Rücksprache mit der Polizei ergeben. „Die Strecke ist völlig unauffällig“, so Reimnitz.

Polizeisprecher Matthias Mänz berichtet allerdings etwas Anderes. Seit 2016 habe es auf dem Abschnitt insgesamt sechs Unfälle gegeben. Davon seien drei Wildunfälle gewesen. Im November 2017 sei beispielsweise ein Landrover im oberen Bereich auf dem Dach gelandet, so der Sprecher.

Herbert Reimnitz vom Ordnungsamt erläutert außerdem, dass auf dem Abschnitt bereits jetzt schon Tempo 30 gelte. Eine bauliche Veränderung der Straße „Zum Felsengarten“ sei demgegenüber nicht vorgesehen. „Es gibt keine Notwenigkeit für eine Leitplanke“, sagt Reimnitz. Die Straße sei eben ein bisschen wie eine Alpenstraße.

Auch die Polizei sieht keinen weiteren Anlass zum Handeln. Es sei kein Unfallhäufungspunkt, sagt Mänz. Nur bei besonderen Auffälligkeiten werde bei Verkehrsschauen über weitere Maßnahmen gesprochen.

Anwohner Kurt Chroszczinsky jedenfalls ist davon überzeugt, dass etwas passieren muss. „Man muss die Straße entschärfen.“

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